Tuberkuloseberatung

Kontakt


Kreisausschuss des Landkreises Hersfeld-Rotenburg

Fachdienst Gesundheit

Friedrich-Ebert-Str. 9 - Eingang 1

36251 Bad Hersfeld



Uwe Litwiakow

 
Amtsarzt
 
  
Telefon:
06621 87-2400
Fax:
06621 87-2425
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uwe.litwiakow@hef-rof.de



Assistenz:

 
Heidrun Braun
 
Sachbearbeitung
 
  

Telefon:

06621 87-2402
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06621 87-2425
Zimmer-Nr.:
622
E-Mail:
heidrun.braun@hef-rof.de



Frau Dr. med. Gudrun Lampalzer-Strohmeier

Ärztin für Lungen- und Bronchialheilkunde
Vlämenweg 17
36251 Bad Hersfeld

Telefon:

06621 3820 (Praxis)
Internet:
www.lunge-lampalzer.de

während der Sprechzeiten



Beratung für Erkrankte, Angehörige und Kontaktpersonen


Terminvergabe für Umgebungsuntersuchungen durch

Frau Braun, Tel.: 06621 87-2402
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Tuberkulose, was ist das?

Die Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit. Die Ansteckung erfolgt vorwiegend durch Einatmen kleinster Tröpfchen mit Tuberkulosebakterien, die ein an Tuberkulose erkrankter Mensch beim Sprechen, Husten, Singen oder Niesen ausgeschieden hat. Aber nur etwa 5 bis 10 % der Infizierten erkranken an Tuberkulose. Die 90 bis 95 %, die gesund bleiben, werden durch den Kontakt immunisiert und sind vor einer späteren Infektion geschützt.

 

Was machen die Tuberkulosebakterien?

Die Tuberkulosebakterien werden mit der Atemluft in die Lunge transportiert, wo sie sich ansiedeln. Als Antwort bildet der Körper Antikörper gegen diese Bakterien. Die Zellen schließen die Bakterien ein und in der Lunge bildet sich ein kleiner Herd. Gleichzeitig schwellen die nächstliegenden Lymphknoten an, es entsteht der sogenannte Primärkomplex (Keine Erkrankung). Etwa sechs Wochen nach der Infektion wird die Immunantwort nach einem Tuberkulin-Test positiv.

Wenn die Abwehrkräfte diese Bakterien nicht unschädlich machen können, entwickelt sich die Infektion weiter. Die Tuberkulosebakterien könne zB. über die Blutbahn auch in andere Organe transportiert werden und dort tuberkulöse Entzündungen verursachen. Diese neuen Herde können ruhen oder - auch nach vielen Jahren - eine Tuberkulose-Erkrankung verursachen.

 

Welche Formen der Tuberkulose kommen vor?

Bei der häufigsten Tuberkulose-Erkrankung, der Lungentuberkulose, wird zwischen der offenen und geschlossenen unterschieden. Bei der offenen Form ist das tuberkulöse Gewebe eingeschmolzen, bekommt Anschluss an einen Bronchus und wird ausgehustet. So entsteht ein Hohlraum (Kaverne). Der Patient hustet Tuberkulosebakterien aus. Die Erkrankten, die diese Bakterien aushusten, sind eine Ansteckungsgefahr für ihre Umgebung.

Die zweite Form ist die geschlossene Lungentuberkulose. Hier entsteht keine Verbindung zu den Bronchien, es werden deshalb auch keine Bakterien ausgehustet.

Die extrapulmonale Tuberkulose betrifft andere Organe als die Lunge.

Bei abgeschwächter Abwehrlage können Tuberkulosebakterien über den Blutweg gleichzeitig mehrere Organe befallen. An betroffenen Stellen bilden sich kleine Knötchen, und man spricht von Miliartuberkulose.

 

Krankheitssymptome

Am Anfang fehlen charakteristische Beschwerden. Die Betroffenen klagen über Husten oder Hüsteln, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, gewichtsabnahme, leichtes Fieber, Stechen in der Brust und Nachtschweiß - also allgemeine Symptome. es kommt auch vor, dass Menschen, die an offener Lungentuberkulose erkrankt sind, keine beschwerden haben. Diese Fälle sind besonders gefährlich, da sich die Erkrankung im Körper ausbreiten kann und die Umgebung durch das hohe Ansteckungsrisiko gefährdet ist.

Immungeschwächte Patienten, wie AIDS-Kranke und HIV-Infizierte sind besonders gefährdet an der Tuberkulose zu erkranken oder sich zu reinfizieren. Sie sollten sich regelmäßig untersuchen lassen Auch bei länger anhaltendem Husten sollte der Arzt aufgesucht werden. 

 

Diagnose der Tuberkulose

Der Tuberkulintest wird in Form eines Hauttests durchgeführt. Eine positive Reaktion bedeutet nicht immer eine Erkrankung. Auch wenn der Betroffene eine Infektion mit Tuberkulosebakterien oder eine BCG-Impfung durchgemacht hat, ist die Reaktion positiv. Andererseits kann trotz einer schweren Tuberkuloseerkrankung (z.B. einer Miliatuberkulose) oder bei einer Immunschwäche die Reaktion negativ sein.

Weitere wichtige Untersuchungen sind die Röntgenaufnahme der Lunge, die Blutuntersuchung mittels eines Interferron-Testes und die bakteriologische Untersuchung.

Folgende Untersuchungen werden im Labor durchgeführt: der Nachweis des für Tuberkulosebakterien spezifischen teils ihrer Erbsubstanz (DNA) und die Züchtung vermehrungsfähiger Formen auf künstlichen Medien. Ebenfalls werden die angezüchteten bakterien auf die Wirksamkeit der unterschiedlichen Tuberkulose-Medikamente untersucht (Resistenzbestimmungen)

 

Behandlung der Tuberkulose

Ohne Behandlung würden etwa 50% der Erkrankten an Tuberkulose sterben und weitere 25% würden später einen Rückfall erleiden. deshalb ist das Ziel der behandlung die Abtötung des Erregers.

Die Medikamente, die den Patienten gegeben werden heißen Tuberulostatika. Die wichtigsten Medikamente sind: Isoniazid (INH), Rifambizin (RMP), Pyrazinamid ( PZA), Ethambuto ( EMB ), und Streptomycin (SM). wegen der unterschiedlichen Wirkung auf die Tuberkulosebakterien und ihre Lebensformen müssen Anfangs drei oder vier Medikamente gleichzeitig eingenommen werden. Bei erfolgreichem Verlauf werden diese Medikamente nach etwa sechs Wochen auf zwei (für noch weitere vier Monate) reduziert.

Für die Behandlung von Rückfallerkrankungen extrapulmonaler Tuberkulosen oder resistenter Tuberkulose sind andere behandlungsmöglichkeiten und -zeiten festgelegt.

Es ist zu bedenken, dass ohne die Mitarbeit des Patienten die besten Medikamente nichts ausrichten können. dabei ist es besonders wichtig, dass der Patient alle verordneten Medikamente konsequent, in vorgeschriebener Menge täglich einnimmt.

Eine präventive Behandlung erfolgt in der Regel allein.

Es ist zu beachten, dass - wie auch andere Medikamente - nebenwirkungen haben könne. Diese sind ausführlich in der Packungsbeilage der entsprechenden Medikamente beschrieben.

Die Behandlung kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. Dies entscheidet der behandelnde Arzt.

 

Kontrolluntersuchungen

Während der Therapiedauer werden in gewissen Abständen Blutuntersuchungen, Röntgenaufnahmen der Lunge und bakteriologische Kontrollen durchgeführt. Bei der Behandlung mit ethambutol werden zusätzlich augenärztliche Untersuchungen und bei der Behandlung mit Strepomycin die Kontrollen beim HNO-Arzt festgelegt.

Die Tuberkuloseschutzimpfung wird derzeit in Europa nicht empfohlen.

 

Meldepflicht

Nach dem Infektionsschutzgesetz müssen der bakterielle Nachweis und die Einleitung der antituberkulösen Therapie dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden. Die Meldepflicht besteht auch bei Tod des Patienten und bei Abbruch der Behandlung. Die Gesundheitsämter sorgen für die Sicherstellung der Behandlung in Problemfällen, leiten Umgebungsuntersuchungen ein, bieten Beratungen für Betroffene und deren Angehörige an und erfassen gemeldete Fälle in Infektionsstatistiken.

 

 

 

 

 

Letzte Änderung: 06.03.2014 16:53 Uhr