Demographische Entwicklung
Einbruch der Geburtenzahlen
1973 war die Bundesrepublik Deutschland das erste Land der Welt, in dem die Zahl der Sterbefälle die Geburtenzahl überschritt. Vom Höhepunkt der Geburtenzahl im Jahr 1964 mit fast 1,2 Millionen Geburten hat sich die Rate beständig auf heute rund 730.000 jährlich reduziert. Und die Zahl sinkt weiter – auf voraussichtlich etwa 560.000 im Jahr 2050. Das Geburtendefizit betrug 2001 rund 94.000. Im Jahr 2050 wird es auf etwa 580.000 explodieren. Dann werden jährlich nur noch halb so viele Menschen in Deutschland geboren wie jährlich sterben. Für die Bestandserhaltung der Bevölkerung fehlen in den vergangenen dreißig Jahren 2,5 Millionen Geburten. Ohne die Zuwanderung der letzten Jahrzehnte, die im Saldo jährlich bei mehr als 165.000 Menschen lag, wäre die Gesamtbevölkerung in Deutschland längst geschrumpft.
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Quelle: http://www.foerderland.de/259.0.html
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Altersaufbau der Bevölkerung in Hessen am 31.12.2004
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Altersaufbau der Bevölkerung in Hessen am 31.12.2050 - Ergebnis der 10. koordinierten Vorausberechnung Variante 5
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Das Schaubild zeigt den Altersaufbau der hessischen Bevölkerung am 31.12.2004 anhand der so genannten Alterspyramide. Auf der Mittelordinate sind die einzelnen Altersjahre beginnend mit den niedrigsten bis hinauf zu den höchsten Altersstufen abgetragen, links die mit männlichen, rechts die mit weiblichen Personen besetzten Altersjahre. Der Bevölkerungsaufbau hat nicht mehr die klassische Pyramidenform, sondern gleicht eher einer „zerzausten Wettertanne“. Die Einbuchtungen im oberen Drittel sind Geburtenausfälle im 1. Weltkrieg, während der Wirtschaftskrise um 1932 und Ende des 2. Weltkrieges. Die stärksten Jahrgänge bilden die 35 bis 45- jährigen Personen und die jüngeren Altersjahrgänge sind deutlich niedriger besetzt
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Das Schaubild zeigt den Altersaufbau der hessischen Bevölkerung im Jahr 2050 gemäß der Bevölkerungsvorausberechnung des Hessischen Statistischen Landesamtes. Auf der Mittelordinate sind die einzelnen Altersjahre beginnend mit den niedrigsten bis hinauf zu den höchsten Altersstufen abgetragen, links die mit männlichen, rechts die mit weiblichen Personen besetzten Altersjahre. Der Bevölkerungsaufbau wird im Jahr 2050 gleichen, Ausdruck einer der Form eines Pilzes, schrumpfenden und überalterten Bevölkerung: Die nachwachsenden Jahrgänge werden niedriger besetzt sein als ihre Elterngeneration und die stärksten Jahrgänge werden die 60- bis 65-Jährigen stellen.
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Quelle: http://www.statistik-hessen.de/themenauswahl/bevoelkerung-gebiet/index.html
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Weiter steigende Lebenserwartung
Gleichzeitig wird von einer beständig steigenden Lebenserwartung ausgegangen, so dass demnach das Schrumpfen von einer beträchtlichen Alterung der Gesellschaft begleitet wird. Die Lebenserwartung wird bis zum Jahre 2050 bei den Männern von heute 75 auf dann 78 bis 81 ansteigen. Bei den Frauen wird von einer Ausweitung der Lebenserwartung von heute 81 auf dann 85 bis 87 ausgegangen. Innerhalb der nächsten 25 Jahre wird die Zahl der über 100-Jährigen in Deutschland von jetzt 10.000 auf dann 45.000 steigen.
Deutschland altert und schrumpft
Das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt in der nächsten Generation von heute knapp 40 auf mehr als 51 Jahre. Der Geburtenrückgang, der Ende der sechziger Jahre einsetzte, und die ständig steigende Lebenserwartung sind dafür verantwortlich. Weil ständig weniger Menschen geboren werden als Alte sterben, sinkt die Gesamtbevölkerung in den nächsten Jahrzehnten - je nach der Zahl der Zuwanderer - von heute 82 Millionen auf weniger als 70 Millionen.
Weitreichende Wirkung des demographischen Wandels
Der demographische Wandel betrifft die europäische, die bundes- und landespolitische Ebene bis hinunter in die einzelnen Kommunen, Unternehmen oder Familien. Trotz einer zunehmenden, in der Regel allerdings noch diffusen Beunruhigung über die Folgen des demographischen Wandels zeigt das Fehlen angemessener Konsequenzen ein klares Bild: der Ernst der Lage und vor allem die notwendigen Konsequenzen sind noch nicht ausreichend erkannt. Konsistente Strategien oder gar politisch abgestimmte Langfristplanungen liegen allenfalls bruchstückhaft vor. Keine Einzelmaßnahme kann die Folgen des demographischen Wandels auch nur annähernd ausreichend abfedern. So müsste der Rentenbeitrag, sofern keine weiteren Anpassungen wie etwa die Verlängerung der Lebensarbeitszeit vorgenommen würden, von heute 19,5% auf unrealistische 40% steigen.
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Quelle: http://www.foerderland.de/259.0.html
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Es trifft auch den Landkreis Hersfeld-Rotenburg
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All dies wird sich nicht "irgendwo" abspielen, auch bei uns im Landkreis Hersfeld-Rotenburg wird es zu einem deutlichen Rückgang der Bevölkerung kommen.
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Von heute (01. 01. 2006) insgesamt 127.356 Einwohnern wird sich die Bevölkerung des Landkreises auf nur noch 96.831 Personen verringern. Mit allen Auswirkungen, die diese Entwicklung insbesondere in den kleineren Dörfern des Landkreises nachsichzihen wird.
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Der Landkreis hat dieses Thema schon 2004 aufgegriffen. Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt hatte die Repräsentatnten der Kommunen einschließlich der Ortsvorsteher zu einer Veranstaltung geladen, in der ein Experte des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung am Statischtischen Bundesamt sehr nachdrücklich die bevorstehende Entwicklung aufzeigte und auf mögliche Konsequenzen und Folgen aufmerksam machte.
Den gesamten Vortrag finden Sie Hier
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Hessen 2050
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Auch die Hessische Landesregierung hat sich intensiv mit den Folgen aus der einsetzenden Bevölkerungsentwicklung und der starken Abnahme der Menschen insbesondere in den ländlich strukturierten Teilen Nordhessens beschäftigt. Ende 2005 verabschiedete die Landesregierung einen Kabinettsbeschluß zum Thema "Demographische Entwicklung. Das Papier können Sie mit einem Klick Hier öffnen.
Darüber hinaus wurde durch das Hessische Statistische Landesamt eine Informationsbroschüre aufgelegt, die Basiswissen zum Thema beinhaltet und die mit einem Klick Hier geöffnet werden kann.
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