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Dr. Schmidt und Groß protestieren gegen
DB-Pläne zur Streichung weiterer Züge
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Keine neuerliche Ausdünnung der Mitte-Deutschland-Verbindung /
Bestehendes Angebot ist bereits das Minimum für die Region
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(Bad Hersfeld, 01. November 2008). „Keine weitere Ausdünnung der Zugangebote auf der Mitte-Deutschland-Verbindung“ – diese Forderung hat Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt gegenüber der Deutschen Bahn erhoben. In einem Schreiben an den Konzernbeauftragten der DB für Herren, Dr. Klaus Vornhusen, protestierte der Landrat gegen Überlegungen der Deutschen Bahn, bereits ab dem 14. Dezember 2008 zwei weitere IC-Angebote samstags aus dem Fahrplan herauszunehmen. Das in Bielefeld erscheinende „Westfalen-Blatte“ hatte laut Nachrichtensender n-tv von diesen Überlegungen der Deutschen Bahn berichtet. Auch Bebras Bürgermeister Horst Groß wandte sich in einem Schreiben an die Deutsche Bahn und protestierte gegen die beabsichtigte Streichung der Züge, die bislang noch in Bebra halten.
Die Nachrichten von der neuerlichen Streichung von Zugverbindungen sind, sofern sie ab dem 14. Dezember in die Tat umgesetzt werden, „erneut ein schwerer Schlag gegen die Interessen der Menschen in der Region Nordhessen und insbesondere gegen die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, schreibt Landrat Dr. Schmidt in seinem Brandbrief an die Deutsche Bahn. „Ich protestiere energisch gegen diese weitere Ausdünnung des Mobilitätsangebotes. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit den beiden Fernbahnhöfen Bad Hersfeld und Bebra ist in den zurückliegenden Jahren systematisch von Streichungen und Verschlechterungen bei überregionalen Zugangeboten betroffen gewesen. Die gegenwärtig noch bestehenden Angebote sind aus unserer Sicht bereits das Minimum, das als Angebot zur Nutzung der Schiene bestehen muss. Eine weitere Verschlechterung der Verbindungen kann und soll nicht hingenommen werden“, heißt es in seinem Schreiben weiter. Das genaue Gegenteil, nämlich eine Ausweitung der Zugangebote für Ein- und Auspendler, wäre angesichts der demographischen Entwicklung und der permanent steigenden Energiepreise für die ländlichen Regionen erforderlich, erklärte der Landrat weiter.
Mobilität ist nach Darstellung von Landrat Dr. Schmidt und Bürgermeister Groß für die Menschen in Nord- und Osthessen von großer beruflicher Bedeutung. Viele Bürger wollten in der Region leben und pendelten daher per Zug zu ihren Arbeitsplätzen. Ohne ausreichende Zugangebote in akzeptablen Zeitfenstern werde ihnen diese Möglichkeit genommen, erklärte Dr. Schmidt gegenüber Name. Andere Bürger wollten mit dem Zug kulturelle, sportliche oder gesellschaftliche Ereignisse besuchen. Dies gehe nur dann, wenn auch akzeptable Angebote auf der Schiene gemacht werden. „Ich weiß, dass die DB über Marketing-Angebote beispielsweise mit Tchibo oder Discountern nachdenkt. Derartige Marketingüberlegungen sollten auch für die Stärkung der Mitte-Deutschland-Verbindung angestellt werden, statt einfach nur Züge aus dem Angebot herauszunehmen und so die Verbindung nach und nach vollkommen unattraktiv zu machen“, schrieb Dr. Schmidt weiter.
Landrat und Bürgermeister appellierten sehr eindringlich an die Verantwortlichen der Deutschen Bahn, diese für die Mobilität in Nord- und Osthessen so wichtige Mitte-Deutschland-Verbindung nicht weiter zusammenzustreichen und boten abschließend an auch für persönliche Gespräche mit den Verantwortlichen bereit zu sein und die Wünsche und Forderungen der Region in die Überlegungen einzubringen.
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