Schueler einer Willkommensklasse in Berlin dpa Britta Pedersen

Schüler einer Willkommensklasse in Berlin (Foto: DPA, Britta Pedersen für BMBF)

 

Ob Kindergarten, Schule, Arbeit & Beruf oder tägliches Leben: Die deutsche Sprache ist der entscheidende Faktor, wenn eine Integration von Neuzugewanderten gelingen soll.

Bildung hat eine Schlüsselfunktion für die Integration der Neuzugewanderten in unsere Gesellschaft. Sie ist Voraussetzung für den Zugang zum Arbeitsmarkt, für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und dafür, dass zugewanderte Menschen in der Zukunft eigene Beiträge für unser Land und unsere Gesellschaft leisten können.

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es bereits viele gut funktionierende Bildungsangebote und Beratungsmöglichkeiten. Für einen besseren Überblick, sowohl für Zugewanderte als auch für Bildungsträger und engagierte Helfer, zum Ausbau vorhandener Strukturen und Anstoßen neuer Projekte wurde Ende 2016 die zentrale Stelle der Bildungskoordination geschaffen. Sie wird vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und ist auf zwei Jahre befristet.

 

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Passende Angebote schaffen und finden

Neuzuwanderer, die nach Hersfeld-Rotenburg gekommen sind oder kommen, sollen unkompliziert einen Weg zu einem passenden Bildungsangebot finden, gleichgültig, ob es um Sprache oder berufliche Orientierung geht.

Es gibt bereits viele gut funktionierende Bildungsangebote und Beratungsmöglichkeiten. Dennoch stehen Zuwanderer und Multiplikatoren vor der Herausforderung:

 

Wie kann man das passende Angebot für jeden einzelnen finden?

Bildungskoordination umfasst die Aufgabe, Überblickswissen über Bildungsangebote für Neuzugewanderte zu schaffen und Transparenz für Interessenten, Institutionen und Multiplikatoren herzustellen. Gleichzeitig werden Bedarfe erkannt, Angebotslücken identifiziert und - so möglich - neue Projekte initiiert. Dazu müssen sich die Bildungsakteure miteinander abstimmen.

Eine weitere zentrale Aufgabe der Bildungskoordination besteht somit darin, vorhandene Vernetzungsstrukturen aufzugreifen, sie auszubauen und gemeinsam neue Projekte im Themenfeld „Integration durch Bildung“ für die Stadt Worms zu erkennen und anzustoßen.

 

Wie kann man diesen Prozess unterstützen?

Nach dem Ankommen von Geflüchteten heißt es zunächst, ihre schnelle Unterbringung und Erstversorgung zu organisieren. Es folgt die Phase des Asylverfahrens - flankiert von erstem Sprachenlernen und dem Streben nach Sozialisation. Dabei erfahren Geflüchtete das großartige freiwillige Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger.

Im weiteren Verlauf gilt es, Geflüchtete mit Bleibeaussicht beim Einstieg in Kita, Schule, Integrationskurs, berufliche und allgemeine Weiterbildung zu unterstützen. Dabei spielen Herkunftsland und Aufenthaltsstatus für den Bildungszugang grundsätzlich eine Rolle.

 

Vielfältige Bildungsangebote

Den Beteiligten in diesem Prozess -  Helfer, Asyl- oder Migrationsberater, Bildungsakteure, Behörden, Kirchen, Kammern oder Unternehmensinitiativen - bietet sich eine Fülle von Möglichkeiten, die für den Einzelnen kaum überschaubar ist.

Es gilt, jeden Neuzugewanderten mit Bleibeperspektive dabei zu unterstützen, möglichst passgenau an die eigene Bildungsbiografie anzuknüpfen, damit er oder sie einen Platz in Gesellschaft und Arbeitswelt findet.

 

Die Bildungskoordination

An dieser Stelle betritt nun im Auftrag des BMBF die Bildungskoordination für Neuzugewanderte die Bühne:
Die Bildungsangebote werden zusammengetragen und im Kontext des lebenslangen Lernens einer Kategorie zugeteilt.

 

Ansprechpartner dafür ist:

Michael Adam
Bildungskoordinator für Neuzugewanderte
Tel.: 06621 87-4323
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Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Hubertusweg 19 B
36251 Bad Hersfeld