Nach der erfolgreichen Teilnahme am Wettbewerb „Regionale Gesundheitsnetze“ führte der Landkreis Hersfeld-Rotenburg vom 01.10.2014 bis zum 31.12.2015 das Projekt „Zukunftssicheren Gesundheitsnetzes für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg“ (ZGN) durch. Mit dem Projekt war der Landkreis Hersfeld-Rotenburg eine von insgesamt neun Förderregionen, die durch das Land Hessen unterstützt wurden.

Unter der Leitung der Beauftragten für Zukunftsfragen mündeten die Ergebnisse der AG Ärztliche Versorgung im Rahmen des MORO Aktionsprogramms Regionale Daseinsvorsorge in ein Konzept für ein Zukunftssicheres Gesundheitsnetz. Das Projekt ist beim Fachdienst Gesundheit wie auch im Büro des Landrats angesiedelt. Die Beauftragte für Zukunftsfragen hat die Projektleitung inne.

Logo_Land_HessenDamit übernimmt der Landkreis Verantwortung für kommende Entwicklungen im Gesundheitssektor und antwortet auf die Probleme einer alternden Gesellschaft und einer erschwerten Nachwuchsgewinnung im ärztlichen Bereich, die vor allem in ländlichen Regionen besonders zu Tage treten. Künftig werden vermehrt ärztliche Versorger und Versorgerinnen ausscheiden, was besonders in Bezug auf die Hausärzte und -ärztinnen problematisch ist. Droht nämlich einer Kommune, dass sie ihren hausärztlichen Versorger verliert, sind die sekundären gesundheitlichen Versorger um ihn herum, wie beispielsweise Therapeuten und Arzneimittelversorger, ebenfalls in ihrem Bestehen gefährdet.

Um langfristig die medizinische und pflegerische Versorgung der Bevölkerung zu sichern, war es Ziel des Projektes ZGN, eine Plattform zu schaffen, die die verschiedenen Akteurinnen und Akteure des Gesundheitswesens zusammenführt und ihr Miteinander fördert. Durch die Vernetzung aller Beteiligten, Bestandsaufnahmen, Standortanalysen und einer vorausschauenden Planung können auf kommunaler Ebene vorhandene Ressourcen effizienter genutzt und Potentiale erkannt werden. Auch nach Beendigung des Projektes werden wir weiter an diesem Ziel arbeiten.

Aufgrund der begrenzten zeitlichen und personellen Ressourcen wurde im Rahmen des Projektes beschlossen, sich zunächst auf einen Teilbereich des Landkreises Hersfeld-Rotenburg zu konzentrieren. Es wurde der Mittelbereich Heringen ausgewählt. Zu diesem zählen die vier Gemeinden Wildeck, Hohenroda, Philippsthal und Heringen.

Gemeinsam mit den Akteuren und Akteurinnen vor Ort arbeiteten wir in der Projektphase daran, interkommunale und sektorenübergreifende Konzepte zur langfristigen gesundheitlichen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger zu erstellen und Schritt für Schritt zu realisieren.

Wir möchten uns beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration bedanken, dass es den Landkreis Hersfeld-Rotenburg im Rahmen des Wettbewerbs „Regionale Gesundheitsnetze“ als Förderregion ausgewählt hat und das Projekt in den Jahren 2014 und 2015 förderte.

Ergebnisse:

  • Beginn des Aufbaus eines regionalen und sektorenübergreifenden Gesundheitsnetzes unter Einbindung aller relevanten Akteure in der Modellregion Mittelbereich Heringen
  • Entwicklung eines selbständigen Projektes in der Gemeinde Philippsthal zum Aufbau eines Gesundheitszentrums
  • Beantragung einer Förderung bei der Robert-Bosch-Stiftung für die Entwicklung eines Konzepts zum Aufbau eines patientenorientierten Zentrums der Primär- und Langzeitversorgung in Bebra

Weitere Ziele nach der Projektlaufzeit:

  • Fortsetzung der Beratungen der Steuerungsgruppe auf Landkreisebene über die Projektlaufzeit hinaus, um auch zukünftig die Vorhaben im Landkreis zur Sicherung der gesundheitlichen Versorgung zentral zu koordinieren, zu planen und ggf. zu initiieren
  • Schaffung von Plattformen, um die Akteure des Gesundheitswesens zusammenzuführen und ihr Miteinander zu fördern (intersektorale Kommunikationsstruktur)

 

Kontakt

Wenn Sie noch Fragen zum Projekt haben oder Akteurin bzw. Akteur des Gesundheitswesens im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sind und sich engagieren möchten, steht Ihnen beim Landkreis Hersfeld-Rotenburg Frau Christine Trinks unter der Telefonnummer 06621 87-9101 oder der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.