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Außerbetriebsetzung und Wiederzulassung

Elektromobilität

Das Elektromobilitätskonzept für die Region Nordhessen, bei dem die Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg (Federführung) und Werra-Meißner beteiligt sind, stellt einen wichtigen Baustein dar, um Nordhessen als Region nachhaltiger, vernetzter und nutzergerechter Mobilität zu etablieren. Mitte Oktober fand im Rahmen der Konzepterstellung ein Projekt-Workshop statt. Dabei haben die Projektauftragnehmer - Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) sowie brenner BERNARD ingenieure GmbH (bBi) - die Projektleitung und die beteiligten Lenkungsgruppenmitglieder über die Ergebnisse der Konzeptionsphase informiert und diese mit ihnen diskutiert.

Die Schwerpunkte des Elektromobilitätskonzepts liegen auf der Ermittlung der Potenziale für den Einsatz von Elektromobilität, der Abschätzung des Bedarfs und der Potenzialstandorte an Ladeinfrastruktur sowie der Entwicklung von Konzepten für innovative Elektromobilitätsangebote unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Nordhessens. Eine Online-Befragung wurde erfolgreich abgeschlossen, über die Ergebnisse wird noch informiert.

Knapp über 10.000 zugelassene Elektroautos sieht die Beratungsgesellschaft PwC in der Region Nordhessen bis zum Jahr 2022 als realistisch an. Abgeleitet ist diese Kenngröße aus dem versetzten Bundesregierungsziel, 1 Million Elektroautos auf deutschen Straßen bis zum Jahr 2022 zugelassen zu haben. Neben diesem Ziel hat sich die Bundesregierung dafür ausgesprochen, den bedarfsgerechten Ladeinfrastrukturausbau in Deutschland zu unterstützen. Vorgesehen ist es, bis zum Jahr 2020 über 40.000 Ladepunkte in Deutschland aufgebaut zu haben.

Hochgerechnet ergibt sich auf Basis dieser Zielgrößen ein öffentlicher Ladeinfrastrukturbedarf in den Landkreisen der Region Nordhessen von rund 460 Ladepunkten (384 Normal-Ladepunkte und 75 Schnell-Ladepunkte) bis zum Jahr 2022. Dabei können mehrere Ladepunkte jeweils an einer Ladestation gebündelt werden.

Um die rund 460 Ladepunkte bedarfs- bzw. nutzerorientiert aufzubauen, haben die Projektauftragnehmer einen Algorithmus entwickelt, welcher u.a. die Verkehrswege (Anschlussstellen, Bundesstraße) und die Raumstruktur (Einwohnerdichte, Interessensschwerpunkte wie Apotheken oder Sportstätten) berücksichtigt. Auf Basis der Berechnungsmethodik wurde eine Potenzialanalyse für den bedarfsgerechten Ausbau der Ladeinfrastruktur im nordhessischen Raum vorgenommen. Ziel dabei war es, geeignete Standorte für den Ausbau der Ladeinfrastruktur zu bestimmen – sowohl aus Nutzer-, als auch aus Anbieterperspektive. Herausgekommen sind entsprechende Potenzialkarten, welche geeignete Standorte zum Aufbau bedarfsgerechter Ladeinfrastruktur abbilden, mit denen die Landkreise nach Projektabschluss ganz individuell den Ladeinfrastrukturausbau in ihren Kommunen vorantreiben können.

Des Weiteren wurden in dem Projekt-Workshop vernetzte, innovative und nachhaltige Mobilitätskonzepte für Nordhessen diskutiert, in den Themenfeldern Freizeit und Tourismus, Sharing, ÖPNV und Intermodalität sowie betriebliche Mobilität. Insgesamt wurden 17 Konzepte vorgestellt, 14 davon hat die Lenkungsgruppe als potenzielle Mobilitätskonzepte für die Region Nordhessen eingestuft. Im nächsten Schritt werden die Konzepte ausdefiniert und Empfehlungen für eine mögliche Umsetzung abgeleitet.

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