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Außerbetriebsetzung und Wiederzulassung

Vor 80 Jahren, am 9. November 1938, brannten 1400 Synagogen in ganz Deutschland, tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. „Die Pogromnacht war nicht das erste Verbrechen an der jüdischen Gemeinschaft. Und sie war nicht das letzte“, mahnte Landrat Dr. Michael Koch im Vorfeld einer Gedenkstunde in Bad Hersfeld und ergänzte: „Die Pogromnacht war eine Eskalationsstufe auf dem Weg zur organisierten Ermordung von sechs Millionen Juden.“

Er verwies auf die unrühmliche Rolle Bad Hersfelds, wo bereits am 8. November die erste Synagoge im damaligen Deutschen Reich angezündet worden war. Koch: „Wir können das geschehene Unrecht der Pogromnacht nicht ungeschehen machen. Aber wir können Verantwortung übernehmen, indem wir zeigen, dass es uns alle trifft, wenn auch heute manche von uns gedemütigt und ausgegrenzt werden.“

Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus dürften in Deutschland und in Europa nie wieder eine Chance haben. Koch erinnerte daran, dass die meisten Bürgerinnen und Bürger 1938 stumm geblieben seien, weggeschaut und sich taub gestellt hätten. „Das darf sich nicht wiederholen! Es gibt heute keine Entschuldigung für Hetze, für Gewalt, für Nazi-Parolen, für Anfeindungen von Menschen, die anders aussehen, die ein jüdisches Restaurant besitzen, oder für Angriffe auf Polizisten.“


Seine Forderung: „Wir brauchen einen starken und toleranten Rechtsstaat.“ Er dankte allen, die sich für unseren Rechtsstaat einsetzen: Den Polizistinnen und Polizisten, allen Sicherheitskräften, den Richtern, den Staatsanwälten, forderte aber zugleich: „Wir müssen das Recht auch schnell, konsequent und sichtbar durchsetzen.“

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