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Außerbetriebsetzung und Wiederzulassung

 

Bad Hersfeld hat Deutschlands erste Schule mit einem Feinstaubfilter von alsecco


neuhaus 03Wer über den Stadtring in Bad Hersfeld fährt, sieht die Fassade der Wilhelm-Neuhaus-Schule neuerdings in blütenreinem Weiß strahlen. Aber was sind das eigentlich für zwei Kästen an der Wand?

Darin verborgen ist eine Art Luftfilter-Wunderwaffe gegen Feinstaub. Sie funktioniert mit natürlichem Moos, das die Schadstoffe aus der Luft bindet. Die Technik ist bereits in großen Städten wie Oslo, Paris, London und Brüssel im Einsatz. Und neuerdings auch in Bad Hersfeld.

Landrat Dr. Michael Koch, als Dezernent für die Schulen im Landkreis zuständig, hat sich die ausgeklügelte Technik dahinter vor Ort erklären lassen: „Bei uns im Landkreis gibt es mehrere Firmen, die weltweit begehrte Spitzentechnologie vertreiben. Die Firma alsecco mit Standorten in Hersfeld-Rotenburg und dem Wartburgkreis ist eine davon. Ich bin stolz, dass wir die erste Schule in Deutschland haben, an der diese Technik zum Einsatz kommt."

neuhaus 07

Der Fassadenspezialist alsecco hat mit dem Berliner Start-Up "Green City Solutions" ein modulares System entwickelt, mit dem sich die luftfilternden Moosflächen in Fassaden integrieren lassen. „Die beiden Moosmodule filtern am Tag ca. 36.000 Kubikmeter Luft, was einem Atemvolumen von 2400 Menschen pro Tag entspricht“, erklärt Geschäftsführer Jörg Wochner. Dank modernster Technologie und Sensorik versorgen sich die Moose eigenständig, indem sie mit dem Wasser- und Stromanschluss des Gebäudes verbunden sind. Hinter den Moosen sitzt eine Ventilationsanlage, wodurch die Luftströmung gesteuert und der Wirkungsgrad erhöht wird. Zu sehen ist auch, dass das Moos mit einer Art Gewebe verdeckt ist, das das Moos vor Sonneneinstrahlung an der Südfassade des Gebäudes schützt.

neuhaus 07Die Installation der Moosflächen an der Wilhelm-Neuhaus-Schule ist ein erstes Pilotprojekt für dieses Fassadensystem, weshalb die Kosten zwischen alsecco und dem Landkreis aufgeteilt wurden. Hintergrund der grünen Technologie ist, dass die Bebauung in den Städten immer dichter wird, ebenso der Verkehr. Im Gegensatz dazu nehmen Grünflächen ab. Während also immer mehr Abgase entstehen, fehlen Pflanzen, um die Schadstoffe wieder aus der Luft zu filtern. Immer mehr Großstädte wie Stuttgart, Frankfurt oder Berlin erreichen alarmierende Feinstaubwerte.
Landrat Koch: „Grundsätzlich ist die Luft in unserem Landkreis sehr gut. Direkt vor der Wilhelm-Neuhaus-Schule befindet sich aber eine stark befahrene Kreuzung mit Ampelanlage, an der sich tagsüber ununterbrochen Fahrzeuge aufhalten. Insofern ergibt die Montage an dieser Stelle Sinn. Ich hoffe, dass sich viele Gäste, die den Hessentag besuchen, über die Technik informieren werden.“

 

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