Das Regierungspräsidium Kassel hat den Haushalt des Landkreises Hersfeld-Rotenburg für die Jahre 2017 und 2018 ohne Auflagen genehmigt. Das teilte Landrat Dr. Michael Koch nach Gesprächen mit Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke in Kassel mit. Investitionsprojekte können jetzt fortgesetzt bzw. in Angriff genommen werden.

Landrat Dr. Koch zeigte sich erfreut über die sehr zeitnah erteilte Genehmigung der Kontrollbehörde: „Es ist uns gelungen, für die kommenden Jahre jeweils ausgeglichene Haushalte vorzulegen, ohne dabei die Kreisumlage zu erhöhen. Ich bin zudem zuversichtlich, dass es uns im Haushaltsvollzug gelingen wird, Überschüsse zu erwirtschaften und dadurch nach und nach unsere Kassenkredite reduzieren zu können. Dies wird aber nur gelingen, wenn wir uns auf notwendige Aufgaben und Investitionen beschränken.“ Besonders betont der Landrat die Investionsschwerpunkte im für die Jahre 2017 und 2018 geplanten Doppelhaushalt: „Wir haben Nachholbedarf – gerade im Bereich der Kreisstraßen“, so Koch: „Aber auch Schulen und andere Gebäude, wie beispielsweise unser Klinikum an den Standorten in Bad Hersfeld und Rotenburg stehen auf der Agenda.“

Von rund 21 Millionen Euro Investitionen für 2017 und 2018 werden mehr als die Hälfte, nämlich rund 12 Millionen Euro, in die Erneuerung und Erweiterung von Schulen fließen, knapp ein Drittel in Straßensanierung und Infrastruktur. Zudem hatte der Kreistag in seiner letzten Sitzung den Haushalt 2017 noch geändert und auf Vorschlag des Kreisausschusses die Aufnahme eines zinsgünstigen Darlehns in Höhe von 10 Millionen Euro beschlossen, das dem kreiseigenen Klinikum zusätzlich zur Verfügung gestellt wird. „Hierdurch ist sichergestellt, dass wir noch in diesem Jahr mit unseren Großvorhaben zur Verbesserung der Klinikinfrastruktur beginnen können“, so Koch.   

Die beiden Haushalte 2017/18 haben ein Volumen von jeweils gut 200 Millionen Euro. „Ein Doppelhaushalt verschafft Planungssicherheit und reduziert den Verwaltungsaufwand“, erklärt Koch: „Das ist gerade für die beiden kommenden Jahre, in denen wir mehr Geld in unsere Infrastruktur investieren, wollen besonders wichtig.“