Im Vergleich zur Ackerbohne haben Körnererbsen geringere Wasseransprüche; sie eignen sich auch für flachgründigere leichte - mittlere Böden. Der Hauptwasserbedarf besteht zur Blüte u. Kornfüllung. Grunddüngung: 120 kg/ha K2O, 45 kg/ha P2O5, 35 kg/ha MgO. Der Schwefelbedarf der Leguminose liegt zwischen Gerste u. Raps bei 30-40 kg. PH-Wert von 6,0 - 7,0 anstreben. Saatstärke 75 – 80 Körner/m², auf Standorten mit geringerer Wasserversorgung 60 – 65 KK/m². Unterschiedliche TKG der Sorten beachten! Für bessere Beerntbarkeit, Sorten mit ausreichender Wuchslänge u. guter Standfestigkeit wählen. Auf ebenes, möglichst steinfreies Saatbett achten. Wichtig ist ein trockenes Saatbett ohne Bodenverdichtungen (Staunässe mag die Erbse überhaupt nicht); Saattiefe mind. 4-6 cm (Vogelfraß). Anbaupausen von 6 Jahren einplanen. Empfohlene Sorten: Alvesta, Astronaute, Orchestra; zur Probe: Kameleon und Symbios.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

Am 15.01 endete die Sperrfrist für die Ausbringung von Festmist von Huf- und Klauentieren sowie Kompost. Diese Düngemittel dürfen außerhalb der roten Gebiete wieder ausgebracht werden, wenn es die Bedingungen zulassen. Für alle anderen Düngemittel mit wesentlichen N-Gehalten, wie z. B. Gülle, endet die Sperrfrist am 31.01.2023. Darüber hinaus gilt aber ein Aufbringverbot wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, schneebedeckt oder gefroren ist. Es ist auch nicht mehr möglich Nachtfröste auszunutzen, um auf tragfähigem Boden Düngemittel auszubringen. Auf bestelltem Ackerland muss die Aufbringung streifenförmig oder direkt in den Boden erfolgen. Auf unbestelltem Ackerland ist eine unverzügliche Einarbeitung vorzunehmen (innerhalb 4 Stunden.).

R. Jacob FD LäRa, 066621-87-2233

 

Hinweis:

Weitere aktuelle Hinweise für die Landwirtschaft der hiesigen Region sind im Internet unter www.aglw.de zu finden.

29.jan

Jan 22

Mehr als 15 Züchter bieten eine immense Sortenvielfalt für die verschiedensten Produktionsrichtungen an; für diese stehen meist mehrere Beizausstattungen, häufig mit firmenspezifischem Namen, zur Verfügung. Die Beizen können i.d.R. individuell zusammengestellt und ausgewählt werden. Als Standard wird ein Fungizid angeboten, dass mit Vogelrepellents, Insektiziden, u. Nährstoffbeizen/ Biostimulanzien/Mikroorganismen ergänzt werden kann. Der fungizide Beizschutz sollte weiter Standard sein. Dort wo es in den letzten Jahren zu stärkerem Vogelfraß kam, ist ein zusätzliches Vogelrepellent sinnvoll. 2022 stand hierfür Korit 420 FS als Notfallzulassung z. V.; ein Antrag für 2023 ist gestellt - Situation für 2023 ist noch nicht klar. 2022 war der Befall mit Drahtwurm im Vgl. zu 2021 deutlich schwächer. Aufgrund der mehrjährigen Entwicklung des Schädlings ist aber wieder mit stärkerem Befall zu rechnen; besonders bei einer höheren Anbaudichte von Sommerungen ist ein insektizider Schutz empfehlenswert. Zur Befallsminderung wurde Spintor GR neu zugelassen; die Beize kommt als Granulat beim Legen über eine Granulatstreueinrichtung zum Einsatz. Daneben steht Force 20 CS zur Verfügung - Besonderheiten bei Aussaat beachten! Als Zusatzbeizung werden oft Biostimulanzien angeboten. Effekte i.d.R. sehr schwankend und meist nur bei ungünstigen Aussaatbedingungen von Vorteil. Präparate können z. Zt. weder Beizen ersetzen, noch ackerbauliche Fehler beheben. Wer Mittel einsetzen will, sollte Teil-flächen mit vergleichbarer Variante (identische Sorte ohne Zusatzbeize) anlegen um eigene Erfahrungen zu sammeln.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

Hinweis:

Weitere aktuelle Hinweise für die Landwirtschaft der hiesigen Region sind im Internet unter www.aglw.de zu finden.

 

15. jan

Der Landschaftspflegeverband Hersfeld-Rotenburg e.V. (LPV) wurde im November 2021 gegründet. Ziel ist der Erhalt und die Entwicklung einer abwechslungsreichen und ökologisch intakten Kulturlandschaft in Zusammenarbeit mit landnutzenden Partnern. Seit dem 01.12.2022 ist unsere LPV-Geschäftsstelle geöffnet mit zwei Personen Vorort: Dorothea Thielen (Geschäftsführerin) und Lena Gothe (Mitarbeiterin). Der LPV wurde auf Initiative der Landwirtschaft, dem Naturschutz und der Kommunen gegründet und wird kreisweit tätig sein. Ziel des LPVs ist – in guter Zusammenarbeit der drei Gruppen – freiwillig und kompromissbereit Projekte zur Erhaltung der Kulturlandschaft zu planen und umzusetzen. Der LPV trägt sich über Mitgliedsbeiträge und die Förderung für Landschaftspflegeverbände des Hessischen Umweltministeriums.

Aufgabenfelder des LPVs sind: Beratung von Landwirten rund um das artenreiche Grünland, insb. in FFH-Gebieten – Pflege und Entwicklung von Kalkmagerrasen, Entbuschungen – Heckenpflege, Obstbaumschnitt – Spezielle Artenschutzprojekte, z.B. Wiesenbrüter, Amphibien – Beratung bei naturschutzfachlichen Kompensationsmaßnahmen, Ökokontomaßnahmen – u.s.w.

Der LPV setzt bei der Umsetzung von Projekten auf lokale Akteure: Lohnunternehmer, Landwirte, Verbände. Die Umsetzung der Maßnahmen wird entlohnt/gefördert. Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung oder beraten Sie gerne. Für Fragen, Anregungen und mehr Informationen sind wir unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Telefon 06621-944181 erreichbar.

Dorothea Thielen, LPV Hersfeld-Rotenburg e.V.