Mikronährstoffe Mais

Die Bedingungen für die Maisaussaat waren/sind gut. Durch Bodentemperaturen über 10°C (in 5 cm) und ausreichend Feuchtigkeit ist der Maisaufgang zügig erfolgt. Eine Wachstumsverzögerung auf Grund von P-Mangel ist bei diesen Temperaturen nicht zu erwarten. Da der Mais durch seine Vegetationszeit in der Lage ist, die Mineralisierung im Boden effizient auszuschöpfen (v.a. aus Wirtschaftsdüngern und Zwischenfrüchten), sollte das auch vor dem Hintergrund der aktuellen Situation verstärkt berücksichtigt werden. Um die N-Effizienz zusätzlich zu erhöhen (FM-Ertrag und NEL), ist eine ideale Versorgung von Mikro- und Makronährstoffen unerlässlich. Empfohlen wird eine Blattdüngung im 4-8 Blattstadium mit 400-500 g/ha Bor, 300-500 g/ha Mangan, 150 g/ha Kupfer u. 400-500 g/ha Zink - außerdem 15 kg S/ha.

Ph. Pfister, AGLW, 06623933420

 

Einsatz von Maisherbiziden

Der ideale Einsatzzeitraum für eine einmalige Anwendung blatt- und bodenwirksamer Herbizidkombinationen ist das 3-4 Blattstadium des Maises. Nach Niederschlägen ist mit einem stärkeren Auflauf von Ungräsern, Hirsen und Unkräutern zu rechnen; dann ist es für eine gute Dauerwirkung vorteilhaft auf eine gute Blatt- und Bodenwirkung der Präparate zu achten. Anderenfalls müssen Nachbehandlungen einkalkuliert werden. Für Hirsestandorte sind Kombinationen mit guter Blattwirkung u. guter Dauer- bzw. Bodenwirkung notwendig; sind Ungräser und Ausfallgetreide zu bekämpfen benötigt man SHS wie z.B. Maister, Cato, Task, Kelvin, Arigo, Diniro u.ä.. Mittel mit dem Wirkstoff Nicosulfuron dürfen innerhalb von zwei Jahren nur einmal auf derselben Fläche eingesetzt werden; zudem Einschränkungen beim Wirkstoff Terbuthylazin beachten.

K.-H. Claus; 0160 90725736

Hinweis:

Weitere aktuelle Hinweise für die Landwirtschaft der hiesigen Region sind im Internet unter www.aglw.de zu finden.

 

 

21 KW

In diesem Jahr wurden wie im vergangenen Jahr 6 Winterweizen-, 9 Wintergersten-, 9 Winterroggen- und 3 Rapsschläge im Kreis Hersfeld-Rotenburg durch das Statistische Landesamt zur Beprobung vorgegeben. Die durch Zufall ausgewählten Betriebe werden zeitnah vom FD Ländlicher Raum informiert. Bei der BEE handelt es sich um eine Erhebung, die für die Erntestatistik und gesamte Einfuhr- und Vorratspolitik wichtig ist. Die Ermittlung wird von den Ländern eigenverantwortlich durchgeführt und ist in Hessen eine Kombination aus Probeschnitt (im Bestand) und Volldrusch (Wiegen des Ertrages). Der BEE wird eine hohe Bedeutung beigemessen, da sie zu einem frühen Zeitpunkt exakte Angaben zu Erträgen und Qualitäten liefern kann.

R. Jacob, FD Ländlicher Raum, Bad Hersfeld, 06621-87-2233

Hinweise des LLH HEF/FD zur aktuellen Situation

Fungizidmaßnahmen in Wi-Gerste abschließen; um Wirkung gegen Ramularia zu erzielen, dem Fungizid Folpan o. versuchsweise Schwefelprodukte zusetzen. Die trockene Witterung hat bisher kaum Infektionen zugelassen; abgesehen von einzelnen, i.d.R. bereits bekämpften, Gelbrostinfektionen sind WW, Triticale u. auch Roggen meist gesund. Bestände weiter regelmäßig beobachten um Fungizide möglichst bis zum Fahnenblatt, ggf. darüber hinaus, zu schieben. Ziel sollte sein mit dieser Maßnahme auszukommen, bzw. bis zur Ähren-/Fusarienbehandlung abzusichern. Im Roggen u. Triticale zum Ährenschieben rostbetonte Abschlussbehandlung einplanen. Herbizidmaßnahmen im So-Getreide zeitnah abschließen! Leguminosen auf Ungräser kontrollieren – zur Bekämpfung können blattaktive Mittel eingesetzt werden.

K.-H. Claus; 0160 90725736

 

16052022

Pflanzenbau: Prognosen und Empfehlungen

Spätgabe Getreide

Die Bodentemperaturen erreichten in Niedergude erst ab dem 26.04. in 5 cm Temperaturen von mehr als 8°C. Wirtschaftsdünger wurden dadurch bisher auch auf Grund vereinzelter Trockengebiete nur unzureichend umgesetzt. Dies wird sich jetzt ändern und sollte berücksichtigt werden. Der Weizen befindet sich meist im BBCH 32, sodass die Reduzierung der Nebentriebe abgeschlossen ist. Jetzt sollte spätestens die 2. Gabe ausgebracht werden (unter Berücksichtigung des evtl. eingesetzten Wirtschaftsdüngers). Die 3. Gabe sollte mit dem Fokus auf der Kornfüllung liegen und zu BBCH 49 (Ende Ährenschwellen) gegeben werden. Die Wintergerste befindet sich im Grannenspitzen und die N-Düngung sollte abgeschlossen sein. Die Nmin-Werte vor Mais liegen im Schnitt (n=11) bei 38 kg N/ha. Eine N-Düngung von 100-120 kg N/ha ist ausreichend.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623933420

 

Das aktuelle Thema

Produkte aus unserer Heimat – Genuss im Wandel der Jahreszeiten: Käse aus Kuh- und Ziegenmilch

Die Region Waldhessen lädt Sie ein, auf kulinarische Entdeckungsreise zu gehen. Kühe und Ziegen erfreuen sich am Grün, die Weidesaison beginnt. Frische Kuh- und Ziegenmilchprodukte aus Waldhessen sind jetzt ein Genuss. Frischkäse, Camembert, Weichkäse und Schnittkäse stehen auf dem Speiseplan. Ob Frischkäse als Brotaufstrich, Camembert und Weichkäse zu Salaten oder Schnittkäse auf duftendem Bauernbrot.

Weitere Infos zu Bezugsmöglichkeiten finden sie unter www.gutes-aus-waldhessen.de Gutes aus Waldhessen e. V., 06621/87 – 2209

Hinweis:

Weitere aktuelle Hinweise für die Landwirtschaft der hiesigen Region sind im Internet unter www.aglw.de zu finden.

Unbenannt

 

Beträgt Rapsanteil > 25% i. d. Fruchtfolge ist von einem erhöhten Befallsrisiko durch die Weißstängeligkeit auszugehen, so dass i. d. R. eine gezielte Blütenbehandlung zu setzen ist. Wegen der geringen Kurativleistung gegen Sclerotinia das Fungizid möglichst nah am Infektionszeitpunkt der Krankheit, optimal zur Vollblüte, einsetzen. Präparate mit guter Dauer-wirkung (u.a. Propulse, Cantus Gold) erreichen etwa 2 Wochen Wirkung. Wenn´s passt abends fahren - Pflanzen sind dann elastischer; empfehlenswert sind mind. 300 l Wasser/ha bei 5 km/h Fahrgeschwindigkeit – um Blattachseln u. Verzweigungen gut zu benetzen. Spritze sorgfältig reinigen – vor allem nach vorherigem Einsatz von Sulfonylharnstoffen! Schadschwellen der Schotenschädlinge ermitteln – die Zumischung eines Insektizides ist i.d.R. aber nicht notwendig! Vor Behandlung ortsansässige Imker informieren!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736