"Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin."
Artikel 3, Abs. 2 Grundgesetz
 
 
Dieser Gleichberechtigungsgrundsatz ist jedoch in der Praxis noch lange nicht umgesetzt. Auch heute noch sind Mädchen und Frauen gegenüber Jungen und Männern in vielen Lebensbereichen benachteiligt, und die faktische Gleichstellung der Geschlechter ist somit eine Querschnittsaufgabe, die sich durch alle Lebens- und Arbeitsbereiche hindurchziehen muss.
 
Spezielle Frauenfördermaßnahmen und die Strategie des Gender Mainstreaming, die seit Beginn der 80er Jahre auf internationaler Ebene diskutiert, im Amsterdamer Vertrag 1996 zur Verpflichtung für alle EU-Staaten gemacht und Ende der 90er Jahre auch in der Bundesrepublik aufgegriffen worden ist, sind zwei sich gegenseitig ergänzende Strategien, um die verfassungsrechtlich verankerte und die tatsächliche Gleichstellung zu erreichen.
 
Das Prinzip des Gender Mainstreaming bezieht in alle Entscheidungsprozesse die unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen und Männern ein, berücksichtigt deren unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse und fragt bei allen Vorhaben, welche Auswirkungen sie auf die Lebenssituation der betroffenen Frauen und Männer haben. Bestehende Strukturen werden auf ihre Benachteiligungen hin analysiert und im Interesse beider Geschlechter verändert.
 

Die Einsicht in die Notwendigkeit und den Nutzen beider Strategien muss sich in den Köpfen aller festsetzen und entsprechende Taten und Entscheidungen, auch auf politischer Ebene, müssen folgen.

  

Zur Verwirklichung der Gleichberechtigung und dem Abbau von Diskreminierungen bei der Beschäftigung im öffentlichen Dienst besteht seit 1994 das Hessische Gesetz über die Gleichberechtigung von Frauen und Männern (HGlG). 

Es regelt die Bestellung sowie die Rechte und Pflichten von verwaltungsinternen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten  und die Aufstellung von Frauenförder- und Gleichsstellungsplänen (5. Frauenförder- und Gleichstellungsplan). Ziel dieses Gesetzes ist die Verbesserung der Zugangs- und Aufstiegsbedingungen für Frauen in der öffentlichen Verwaltung sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

 

Das Frauen- und Gleichstellungsbüro vertritt die Interessen der Kolleginnen der Kreisverwaltung und dem Eigenbetrieb Jugend- und Freizeiteinrichtung und setzt sich dafür ein, dass der Gleichberechtigungsgrundsatz, der in unserer Verfassung verankert ist, in allen Lebensbereichen zunehmend Wirklichkeit wird.

Wir sind Ansprechpartnerinnen in allen Fragen der Gleichstellung von Frauen und Männern, nehmen Anregungen und Beschwerden hierzu entgegen, zeigen Benachteiligungen auf und entwickeln Lösungsmöglichkeiten. 
 
Wenn Sie zum Beispiel...
 
  • sich aufgrund Ihres Geschlechtes als Frau benachteiligt fühlen und Unterstützung bei der Durchsetzung Ihrer Rechte benötigen,
  • Informationen zu frauenspezifischen und gleichstellungsrelevanten Themen haben möchten,
  • eine im weitesten Sinne gleichstellungsrelevante Frage haben und nicht so recht wissen, an wen Sie sich wenden können,
  • uns einfach kennen lernen möchten,
  • Hilfe benötigen oder Unterstützung,

 

dann freuen wir uns auf Ihren Anruf unter Telefonnummer 7300 oder 7301 !

 
  

Im verwaltungsinternen Bereich ist es nach § 18.1 des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes (HGlG) unsere Aufgabe, die Durchführung dieses Gesetzes zu überwachen und die Dienststellenleitung bei der Umsetzung zu unterstützen. Das bedeutet unter anderem, dass wir mit der Verwaltungsleitung und mit den Kolleginnen und Kollegen im Hinblick auf frauenfördernde Maßnahmen beraten und informieren und entsprechende Aktivitäten (z. B. Fortbildung) initiieren.  

Außerdem sind wir u. a. an allen personellen Maßnahmen unserer Verwaltung, insbesondere an Stellenausschreibungen, Auswahlverfahren und Vorstellungsgesprächen sowie an organisatorischen und sozialen Maßnahmen und an der Aufstellung von Frauenförderplänen beteiligt. Mit unserer Unterstützung wurde ein Konzept zur Optimierung von Stellenbesetzungsverfahren in der Kreisverwaltung entwickelt.
Wir sind in zahlreiche Gremien eingebunden und vertreten dort die spezifischen Belange von Frauen.
Bei Bedarf laden wir zu Teilpersonalversammlungen der weiblichen Beschäftigten unserer Verwaltung ein.
 
 
 
 

Bankverbindung

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