„Berührungsängste in der Bevölkerung mindern“

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es aktuell rund 200 Defibrillatoren. Damit hat sich das Defi-Netz im Kreis innerhalb eines Jahres enorm verdichtet. Jetzt hat der Landkreis weitere elf Übungs-Defibrillatoren angeschafft und sie an Hersfeld-Rotenburgs Hilfsorganisationen für die Erste-Hilfe-Ausbildungen übergeben.

Bei der Übergabe der nützlichen Ersthelfer sagte Landrat Dr. Michael Koch: „Gemeinsam mit den Hilfsorganisationen wollen wir Berührungsängste in der Bevölkerung mindern und über das Thema automatisierte externe Defibrillatoren informieren. So wollen wir erreichen, dass ausgebildete Ersthelfer mit den Lebensrettern umgehen können und in Zukunft viele Leben gerettet werden können.“ 

Die elf Schulungsgeräte im Wert von 5500 Euro erhalten haben die beiden DRK-Kreisverbände Hersfeld und Rotenburg, die Johanniter-Unfall-Hilfe Ortsverband Bad Hersfeld sowie der DLRG Ortsverband Bebra. Alle Organisationen bieten Erste-Hilfe-Kurse an und wirken zudem im Katastrophenschutz des Landkreises mit. „Die Anschaffung der Übungs-Defis ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft. Wir freuen uns, dass wir künftig in unseren Erste-Hilfe-Ausbildungen mit den Schulungsgeräten arbeiten können“, sind sich die Vertreter einig. 

Landrat Koch sagt: „Unser Ziel war es, Hersfeld-Rotenburg flächendeckend mit Defibrillatoren zu versorgen. Das haben wir Ende vergangenen Jahres mithilfe von Fördermitteln geschafft.“ Knapp 200 Defis seien gleichermaßen im ganzen Kreis verteilt, deren Standorte lassen sich in einem Kataster anzeigen. Der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes Dr. Bardo Kürten betont: „Je größer die Anzahl von AED-Geräten im Landkreis ist und mit dem Wissen, wo sich der nächste Defibrillator befindet und wie damit umzugehen ist, desto höher ist die Überlebenswahrscheinlichkeit eines Betroffenen.“ Jetzt komme es darauf an, die Bevölkerung im Umgang mit den AEDs zu schulen. 

Uebungsdefis Mittel

(von links) Dirk Sandlos vom Fachdienst Gefahrenabwehr, Dr. Bardo Kürten (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst), Dr. Matthias Lotz vom DRK Kreisverband Hersfeld, Landrat Dr. Michael Koch, Lasse Ellenberger vom DRK Kreisverband Rotenburg, Andreas Tamme vom DLRG Ortsverband Bebra sowie Marius Lohr von der Johanniter Unfall-Hilfe Ortsverband Bad Hersfeld. Foto: Landkreis Hersfeld-Rotenburg


So findet man einen Defi in der Nähe

Sämtliche Defibrillatoren im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sind in einem Kataster eingetragen, um allen Bürgerinnen und Bürgern einen genauen Überblick über einzelne Standorte zu geben. Im Internet unter www.defikataster.de sowie einer kostenfreien App werden auf einer Karte die nächsten erfassten Ersthelfer abhängig vom eigenen Standort angezeigt. Indes sind alle Organisationen, Einrichtungen und Unternehmen aufgerufen, Defis beim Landkreis zu melden, damit sie in die Karte mit eingetragen werden können. Das kann formlos im Internet unter www.hef-rof.de/defi geschehen. Ansprechpartner in der Kreisverwaltung ist Dirk Sandlos, erreichbar unter Telefon 06621 87-2503.