Landrat Dr. Koch: „Damit Kinder auch in Zukunft bei uns Schwimmen lernen können“

Den zehn kommunalen Freibädern im Landkreis Hersfeld-Rotenburg kommt in diesem Sommer eine besonders große Bedeutung zu: Durch die Corona-Pandemie haben viele Bewohner auf internationale Urlaubsreisen verzichtet, heimische Ausflugs- und Erholungsziele sind beliebt. Der Kreisausschuss hat auch deshalb beschlossen, alle Kommunen Hersfeld-Rotenburgs zu unterstützen, die ein Freibad betreiben.

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Übergabe am Beckenrand: Landrat Dr. Michael Koch (dritter von rechts) übergab den symbolischen Förderbescheid über zehn mal 20.000 Euro an Schenklengsfelds Bürgermeister Carl Christoph Möller, im Beisein der DLRG-Mitglieder Lothar Fiedler (rechts außen) und (von links) Daniela Hollstein-Rüger und Laura Fiedler. Schwimmmeister Kay Thimet war ebenfalls anwesend.

Die Bäder in Bad Hersfeld, Bebra, Heringen, Kirchheim, Nentershausen, Philippsthal, Ronshausen, Rotenburg, Schenklengsfeld und Obersuhl erhalten in diesem Jahr erneut einen finanziellen Zuschuss von jeweils 20.000 Euro. Landrat Dr. Michael Koch sagt: „Im Kreisausschuss herrschte Einigkeit darüber, dass die Kommunen, die ein solches Angebot vorhalten, vom Kreis unterstützt werden sollten. Kommunale Freibäder können kaum kostendeckend betrieben werden, weshalb der Landkreis einen Teil zur Sicherung dieser beitragen möchte.“

Schwimmunterricht standortnah anbieten

Wichtig sei, vor allem den Kindern im Landkreis qualitativen und standortnahen Schwimmunterricht anbieten zu können. Dass der Nachwuchs früh und bestenfalls in direkter Nähe zum Wohnort Schwimmen lernt, ist Koch ein wichtiges Anliegen. Auch der schulische Schwimmunterricht sei ein Angebot, das zur altersgerechten Entwicklung der Schülerinnen und Schüler im Kreis aufrechterhalten werden müsse. Neben der Förderung von Sport- und Freizeitvereinen werden daher auch die kommunalen Freibäder unterstützt.

Schwimmmeister Kay Thimet betreibt die Freibäder in Schenklengsfeld, Bad Hersfeld, Philippsthal, Nentershausen und Kirchheim. Für ihn stellt die aktuelle Situation eine Bewährungsprobe für das dar, was in der Zukunft vielleicht noch kommt. Er sagt: „Die Corona-Pandemie hat auch den Freibad-Alltag gründlich verändert. Mittlerweile können wir in Schenklengsfeld wieder bis zu 400 Gäste gleichzeitig begrüßen.“ Die in Hygieneplänen festgehaltenen Schwimmbad-Regeln würden ohne Widerstand eingehalten, berichtet Thimet, der überwiegende Großteil der Schwimmbadbesucher würde Verständnis zeigen und Rücksicht auf die übrigen Gäste nehmen. Zum Freibad-Sommer 2020 gehören neben Abstandsregelungen auf den Liegeflächen auch eine noch regelmäßigere Grundreinigung, Hinweisschilder und begrenzte Besucherzahlen im Bad und in den Schwimmbecken.

Stellvertretend für alle Kommunen, die ein Freibad betreiben, nahm Schenklengsfelds Bürgermeister Carl Christoph Möller den symbolischen Scheck entgegen.