Fünf unterschiedliche Getreidesorten aufwendig verflochten, ein Gewicht von rund 25 Kilogramm und insgesamt sieben Stunden Arbeitszeit: Die Erntekrone, die von Antje Rößner, Vorstandsmitglied des Kreisbauernverbandes, angefertigt wurde, ist eindrucksvoll. Im Herbst wird traditionell das Erntedankfest gefeiert, um für die landwirtschaftlichen Gaben zu danken. Als Symbol für Hoffnung, Glaube, Sorge und Dank hat dabei auch die Erntekrone eine besondere Bedeutung.

Diese wurde jetzt im Beisein von Landrat Dr. Michael Koch, Kreislandwirt Horst Taube, dem Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes Jörg Schäfer, Antje Rösner und Martina Schäfer aus dem Fachdienst Ländlicher Raum im Eingangsbereich des Landratsamts aufgehängt. Dort soll sie die Mitarbeitenden und die Bürgerinnen und Bürger daran erinnern, wie wichtig die Landwirtschaft und ihre Gaben für die Gesellschaft sind.

Erntekrone Gruppenfoto Groß

 

Landrat Dr. Michael Koch, Antje Rößner aus dem Vorstand des Kreisbauernverbandes, Martina Schäfer aus dem Fachdienst Ländlicher Raum, Kreislandwirt Horst Taube und Jörg Schäfer, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes (von links) im Eingangsbereich des Landratsamts, in dem die Erntekrone ihren Platz gefunden hat.

Nachdem die Erntekrone ihren Platz im Landratsamt gefunden hatte, sprach Antje Rößner ein kurzes Gebet. Darin hieß es unter anderem: „Herr gib meiner Scholle Segen, lasse meine Saat gedeihen. Himmel schenke deine Regen, deine Wärme, Sonnenschein.“ Anschließend fokussierte sich das Gespräch auf die schwierige Situation der Landwirte im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Landrat Koch kritisierte in diesem Zug die immer strenger werdenden Auflagen an landwirtschaftliche Betriebe: „Die Landwirte im Kreis haben täglich mit den unterschiedlichsten Anforderungen zu kämpfen. Es wird immer komplexer für sie, alles unter einen Hut zu bekommen.“ Er fügte zudem an, dass er sich von Seiten der Gesellschaft mehr Wertschätzung wünsche, da gerade ländlich geprägte Regionen wie Hersfeld-Rotenburg von Landwirten profitieren würden.

Kreislandwirt Horst Taube sagte: „Die Pflege unserer Kulturlandschaft ist immens wichtig. Landwirtschaftliche Betriebe prägen das Landschaftsbild im Kreis und sichern die Ernährung der Bevölkerung. Wir müssen alles dafür tun, auch in Zukunft die Aufgaben der landwirtschaftlichen Betriebe meistern zu können.“

Jörg Schäfer, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, fügte an: „Gerade in Corona-Zeiten hat sich gezeigt, wie schnell Hamsterkäufe auf der Tagesordnung stehen. Ernährungssicherheit wird als selbstverständlich angesehen, aber das ist sie nicht.“

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