Gängige Ausbildungsberufe wie Bürokauffrau, Industriekaufmann oder Kfz-Mechatronikerin sind für die Gesellschaft enorm wichtig. Eine Ausbildung in diesen Bereichen kann man fast überall in ganz Hessen absolvieren. Auch das Schornsteinfegerwesen ist für deutsche und hessische Haushalte sehr wichtig. Dieses Handwerk kann – was die fachtheoretische und praxisbezogene Ausbildung angeht – in ganz Hessen nur im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in der Bildungsakademie für das Schornsteinfegerhandwerk in Bebra erlernt werden.

Am Freitag, 23. Oktober besuchte Landrat Dr. Michael Koch die Bildungsakademie und verschaffte sich vor Ort einen Überblick über das Angebot, das ihn sehr beeindruckte: „Ich bin sehr froh darüber, dass die Bildungsakademie in Bebra jungen Menschen die hessenweit einzigartige Möglichkeit bietet, das Schornsteinfegerhandwerk zu erlernen. Dieses Angebot sollte auch weiterhin vor Ort bestehen, daher unterstützen wir das Schornsteinfegerwesen im Rahmen unserer Möglichkeiten.“

Schornsteinfegerschule Groß

Gemeinsam mit den Auszubildenden Maximilian Kubens aus Marburg (links) und Lucas Schumann aus Habichtswald (rechts) verschaffte sich Landrat Dr. Michael Koch im Oktober vor Ort in Bebra einen Überblick über die Ausbildungsakademie.

Neben einer Ausbildung zur Schornsteinfegerin oder zum Schornsteinfeger gibt es in der Bildungsakademie auch die Möglichkeit zur Weiterbildung. Die Ausbildung in der Landesfachklasse dauert drei Jahre, erfolgt im Blockunterricht und in Zusammenarbeit mit den Beruflichen Schulen Bebra. Die Auszubildenden sind während der Theorie- und Praxisphasen in der Bildungsakademie untergebracht, werden dort verpflegt und haben vielfältige Freizeitmöglichkeiten.

Im Gespräch mit Geschäftsführer Harald Stehl wurde deutlich, dass in der Bildungsakademie in Sachen Digitalisierung noch Luft nach oben ist. Zur Unterstützung hat der Landkreis Hersfeld-Rotenburg die Schule mit in den Förderantrag für die Breitbandanbindung aufgenommen. Gleichzeitig wird geprüft, ob die Verkabelung über den Digitalpakt gefördert werden kann. „Digitale Vernetzung wird nicht nur im Alltag immer wichtiger. Gerade im Bereich Aus- und Weiterbildung spielt die Digitalisierung eine große Rolle“, erklärt Landrat Koch.