Deutsche Filament Masken AG startet mit einer monatlichen Produktion von bis zu 500.000 Community-Masken

1000-facher Schutz für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg: die Kreisverwaltung geht inmitten der Corona-Pandemie auf Nummer sicher und hat in dieser Woche alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem ISO-zertifizierten Mund-Nasen-Schutz (gem. DIN EN ISO 20743 und EN ISO 16890-2) ausgestattet.

Als erster offizieller Kunde kooperiert der Landkreis hierfür mit der Deutschen Filament Masken AG (DFM) aus Bad Hersfeld. Die DFM hat zu Beginn der Corona-Pandemie eine wiederverwendbare Maske aus antiviralem und antibakteriellem Gewebe gemäß des ersten europäischen Standards für nicht-medizinische Alltagsmasken entwickelt. Seitdem sind einige Produktionsschleifen vergangen, in denen Feinheiten am Prototyp korrigiert wurden. „So richtig fertig sind wir wahrscheinlich nie“, sagt der Vorstand der DFM Florian Mitzscherlich und verweist auf hohe Ansprüche an die eigenen Produkte hinsichtlich Qualität, Design und Innovation.

 

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Bei der Übergabe der Masken auf dem Gelände der DFM Bad Hersfeld (von links): Personalratsvorsitzender der Kreisverwaltung Gerhard Eckstein, DFM-Vorstand Florian Mitzscherlich, Landrat Dr. Michael Koch sowie Jessica Mähler und Jan-Eike Thole von der Deutschen Filament Masken AG.

 

Das Modell „DFM M1 pro“ mit aufgedrucktem Landkreis-Logo, das in dieser Woche allen Mitarbeitenden der Kreisverwaltung ausgehändigt wurde, weist eine Filterleistung von 99 Prozent auf. Die Maske besteht zu 100 Prozent aus Polyester und kann bis zu 50 Mal bei 60 Grad gewaschen werden. Das Besondere: Die Masken werden in Bad Hersfeld entwickelt und die verwendeten Garne direkt in Bad Hersfeld hergestellt. Die übrigen Produktionsschritte bis zur endgültigen Maske finden in Europa statt. Durch die geografische Lage Bad Hersfelds in der Mitte von Deutschland ist eine kurzfristige Maskenverteilung innerhalb Deutschlands und Europas laut Hersteller sichergestellt. Mitzscherlich erklärt: „Die Masken sind aus unserer weltweit einzigartigen Multifilamentfaser gefertigt, die anschließend zu Stoffen verarbeitet wird. Anders als bei herkömmlichen Garnen ergeben sich die hygieneschutzrelevanten Eigenschaften nicht durch eine oberflächliche Beschichtung, vielmehr sind sie dauerhaft im Filament eingebettet – quasi direkt in das dreilagige Konstrukt eingearbeitet.“ Der Schutz gegen Viren, Bakterien und Staub könne so nahezu vollständig und über einen langen Zeitraum gewährleistet werden.

 

Masken2Zusätzlicher Hygienestandard geschaffen

Landrat Dr. Michael Koch holte die 1000 georderten Masken im Beisein des Personalratsvorsitzenden Gerhard Eckstein in dieser Woche ab. Koch sagt: „Wir sind stolz, uns in dieser schwierigen Zeit auf ein heimisches Unternehmen verlassen zu können. Mit der Zusammenarbeit stärken wir nicht nur den Wirtschaftsstandort Hersfeld-Rotenburg, sondern schützen auch unsere Mitarbeitenden.“ Dort, wo aktuell persönlicher Kundenkontakt unter strengen Schutzmaßnahmen stattfinde, werde durch die neu beschafften Masken ein zusätzlicher Hygienestandard geschaffen. „Außerdem unterstützen wir durch das einheitliche Auftreten den Team-Gedanken innerhalb der Verwaltung“, ist der Landrat sicher.

Die DFM geht davon aus, bis Anfang Dezember 150.000 Masken für private und dienstliche Anwendungen herstellen zu können. „In Zukunft wollen wir regelmäßig bis zu 500.000 Masken im Monat nachproduzieren und so einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie zu leisten. Die Nachfrage ist da“, sagt Mitzscherlich. Er freut sich, mit weiteren Betrieben, Institutionen oder Behörden aus der Region und Umgebung ins Gespräch zu kommen. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte zu Beginn der Pandemie von einem Maskenbedarf zwischen acht und zwölf Milliarden Masken gesprochen.

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