Letzter Schritt bis zur Anerkennung läuft: Abgrenzungskarten ab sofort im Landratsamt einsehbar – Einwände bis 31. März möglich

Eisenberg

Die Region Knüll soll Naturpark werden und sie kommt diesem Ziel immer näher: Die rechtlichen Anforderungen des Projekts des Zweckverbands Knüll sind bereits erfüllt, bis zur Ausweisung des Knülls als Naturpark fehlt nur noch ein letzter Schritt: die Offenlegung der Abgrenzungskarten. Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Hersfeld-Rotenburg können die Karten ab sofort und bis zum 31. März im Bürgerservice-Büro der Kreisverwaltung in Bad Hersfeld (Friedloser Straße 12) einsehen.

Aufgrund der Corona-Pandemie bittet das Landratsamt um vorherige telefonische Terminvereinbarung unter der 06621 870. Bürgerinnen und Bürger können etwaige Einwände gegen das Projekt Naturpark Knüll schriftlich im Bürgerbüro einreichen. Diese werden dann an das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zur weiteren Bearbeitung zugeschickt.

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist mit neun Kommunen am Naturpark beteiligt. Dazu zählen die Gemeinden Breitenbach am Herzberg, Kirchheim, Neuenstein und Niederaula. Alheim, Bad Hersfeld, Ludwigsau und Bebra gehören jeweils mit einem Anteil dazu.

Hannah Duschek, Tourismusbeauftragte des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, sagt: „Der Eisenberg im Landkreis Hersfeld-Rotenburg als eine der höchsten Erhebungen im Naturpark prägt die Landschaft besonders.“ Zahlreiche zertifizierte Premiumwanderwege, Fernwander- und Pilgerwege locken Einheimische und Tagestouristen zum Entspannen und Genießen der Natur ein. Duschek ergänzt: „Durch die Ausweisung des Naturparks Knüll mit seiner einzigartigen Landschaft wird unsere Region in vielerlei Hinsichten – sowohl touristisch als auch wirtschaftlich – gestärkt.“

Eckdaten zum Naturpark Knüll

Der Naturpark liegt im Knüllgebirge in Nordhessen und erstreckt sich über die Landkreise Schwalm-Eder und Hersfeld-Rotenburg. Die höchsten Erhebungen sind das Knüllköpfchen mit 634 Metern (Schwalm-Eder) und der Eisenberg mit 636 Metern (Hersfeld-Rotenburg). Der Naturpark umfasst eine Fläche von 83.258 Hektar, davon sind knapp 43 Prozent Schutzgebiete und etwa 32 Prozent unzerschnittene Bäume. Über die Hälfte des Parks ist bewaldet, 43 Prozent werden landwirtschaftlich benutzt.