Historische Sitzung fand im Stehen statt: Kreistag beschließt 16,4 Millionen-Euro-Finanzspritze für das Klinikum

Das gab es noch nie: Ganze sieben Minuten lang hat am gestrigen Montagnachmittag die Kreistagssitzung gedauert. Um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, fand die Sitzung in der Waldhessenhalle am Obersberg statt - im Stehen und mit genügend Abstand zueinander. Die anwesenden Abgeordneten des Kreisparlaments hielten jeweils drei Meter Zwischenraum ein. "Das ist einmalig in der Geschichte dieses Hauses", war sich Kreistagsvorsitzender Horst Hannich sicher, auch mit Blick auf die wohl kürzeste Dauer der Historie: nach drei Tagesordnungspunkten war bereits alles vorbei. Er muss es wissen, steht er dem Parlament doch bereits seit 23 Jahren vor. 

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Im Stehen und mit genügend Abstand: Die gestrige Kreistagssitzung fand in der Waldhessenhalle am Obersberg statt.

 

Einstimmig verabschiedet haben die insgesamt 32 Anwesenden (31 Abgeordnete und Kreistagsvorsitzender Horst Hannich) unter anderem den Nachtragshaushalt, der eine 16,4 Millionen Euro schwere Finanzspritze für das finanziell angeschlagene Klinikum Hersfeld-Rotenburg vorsieht. Aufgrund von Corona verzichteten die Abgeordneten auf eine ausgiebige Aussprache während der Sitzung. Alle Fraktionen veröffentlichten im Vorfeld deshalb bereits entsprechende Statements zur Sitzung in der heimischen Tagespresse

Anwesend waren insgesamt 32 Abgeordnete - um die Beschlussfähigkeit zu wahren, sind mindestens 31 erforderlich gewesen: CDU (14), SPD (13), Die Linke/Offene Fraktionsgemeinschaft (2), Grüne, FWG und FDP (jeweils 1). Die AfD-Fraktion blieb der Sitzung fern. 

Einen ausführlichen Bericht zur Sitzung hat die Hersfelder Zeitung veröffentlicht: Zum Lesen hier klicken.

 

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Fotos: Pelle Faust/Kreisverwaltung