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Wildeck: Eine junge Gemeinde mit Potenzial

Die Gemeinde Wildeck im Nordosten des Landkreises direkt an der Landesgrenze zu Thüringen gibt es in ihrer jetzigen Form erst seit dem 1. Januar 1972. Durch die Gebietsreform schlossen sich die Ortsteile Obersuhl, Bosserode, Hönebach und Richelsdorf zu einer eigenständigen Gemeinde zusammen. Zu diesem Zeitpunkt umfasste Wildeck ein Gebiet von knapp 40 Quadratkilometern und hatte circa 6300 Einwohner. Den Gemeindenamen erhielt Wildeck aufgrund des Wildecker Tals, zur Hälfte gelegen im Talgebiet der Werra, zur anderen Hälfte an den Südhängen des Richelsdorfer Gebirges. Über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt ist der schlagersingende Wildecker Herzbube Wilfried Gliem. Der Titel „Herzilein“ feierte zahlreiche Erfolge im Genre des volkstümlichen Schlagers. Auch abseits musikalischer Talente hat Wildeck einiges zu bieten. Im Vogelschutzgebiet „Rhäden“ tummeln sich Wasser-, Wat- und Schreitvögel. Sie verteilen sich auf 820 Hektar Gebietsfläche. Wirtschaftlich geprägt ist auch die Gemeinde Wildeck durch den über 100-jährigen Kalibergbau. Das jährliche Richelsdorfer Reit- und Springfest, das traditionell an Pfingsten stattfindet, lockt bundesweit Besucher nach Wildeck. 2009 wurde anlässlich des 20-jährigen Jubiläums zur Öffnung der innerdeutschen Grenze ein Grenzlehrpfad in der Gemeinde eröffnet. Er zeigt auf rund einem Kilometer Länge die Stufen des Grenzausbaus. Zu besichtigen sind unter anderem ehemalige Grenzanlagen. 


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