Kinder, Jugend & Familie

Präventionsketten-Projekt stärkt Vorschulkinder in Ronshausen auf dem Weg in die erste Klasse


Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg setzt mit einem neuen Präventionsketten-Projekt ein klares Zeichen für frühzeitige Bildungsförderung: In Ronshausen gibt es seit August 2025 das Pilotprojekt „Schulstart mit Rückenwind. Frühe Förderung im letzten Kitajahr: Kita, Eltern und Schule Hand in Hand“. Ziel ist es, Kindern einen sicheren, selbstbewussten und gelingenden Übergang von der Kita in die Grundschule zu ermöglichen und damit einen entscheidenden Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit in der Region zu leisten.

Immer mehr Kinder starten mit Entwicklungsrückständen in die Schule. Insbesondere in Motorik, kognitiven Grundfähigkeiten und sozial-emotionaler Entwicklung zeigen sich deutliche Herausforderungen, beeinflusst durch veränderte Familienstrukturen, soziale Belastungen und pandemiebedingte Sozialisationsdefizite. Lehrkräfte sehen sich zunehmend gezwungen, grundlegende Vorläuferfähigkeiten erst aufzubauen, bevor sie mit der Wissensvermittlung beginnen können. Das neue Projekt der Präventionsketten setzt genau hier an und bietet gezielte Förderung im letzten Kitajahr, um Kindern den Start in die Schullaufbahn zu erleichtern.

Einmal wöchentlich erhalten alle Vorschulkinder eine Kleingruppen-Förderstunde in den Räumen der Grundschule Ronshausen. Eine Pädagogikstudentin begleitet die Kinder durch feste Rituale, strukturierte Lernphasen und Bewegungsangebote, sodass Vorläuferfähigkeiten wie Stift- und Scherenhaltung, Gleichgewicht, Koordination oder Mengenverständnis gestärkt werden. Gleichzeitig lernen die Kinder früh ihren zukünftigen Lernort kennen, was Sicherheit gibt und Hemmschwellen abbaut. 

„Wir möchten, dass Kinder nicht mit Sorgen, sondern mit Zuversicht, Neugier und grundlegenden Kompetenzen in die erste Klasse starten“, sagt Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Dirk Noll.

Entstanden ist das Pilotprojekt als Kooperation zwischen der Kindertagesstätte Regenbogen, der Grundschule Ronshausen und dem Förderverein, begleitet durch die Koordination der Präventionsketten des Landkreises. Die Finanzierung war bis Ende 2025 über das Landesprogramm Präventionsketten gesichert, eine Förderung darüber hinaus übernimmt der Förderverein der Grundschule Ronshausen.

Auch die Eltern werden eng einbezogen. Sie erhalten regelmäßig Informationen über die Entwicklung ihrer Kinder, Anregungen zur Förderung im Alltag und werden bei der Organisation des Schulwegs beteiligt. Erste Rückmeldungen fallen ausgesprochen positiv aus: Die Kinder gehen mit Begeisterung zu ihren Förderstunden, und Eltern zeigen sich dankbar für die intensive Begleitung im Vorschuljahr. 

„Es tut gut zu sehen, wie viel Freude die Kinder an den neuen Lernangeboten haben und wie stolz sie sind, zur Schule zu kommen“, erklärt Schulleiterin Ute Wagner-Scheel: „Unser Ziel ist es, die Lernfreude der Kinder zu fördern und sie sicher auf den Schulstart vorzubereiten.“

Im kommenden Jahr sollen auch Ehrenamtliche eingebunden werden, die mit Vorlesen, Spielen oder kreativen Angeboten zusätzliche Impulse in den Kleingruppen setzen. Eine vorbereitende Schulung ist gemeinschaftlich mit Kita, Schule und Förderverein geplant. Der Aufbau eines solchen generationenverbindenden Netzwerks ist ein wichtiges Element im Rahmen der Präventionsketten, denn es stärkt nicht nur die Kinder, sondern auch den sozialen Zusammenhalt im Ort.

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Pressesprecherin Jana Feik

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