Hinweise zu Maisbeizen


Der Praxis steht eine immense Vielfalt an Maissorten, oft mit mehreren Beizausstattungen zur Verfügung. Die Beizen können in der Regel individuell zusammengestellt und ausgewählt werden. Als Standard wird ein Fungizid angeboten, das mit Vogelrepellents, Insektiziden und Nährstoffbeizen/Biostimulanzien/Mikroorganismen ergänzt werden kann. Der fungizide Beizschutz sollte weiter Standard sein. Wo es in den letzten Jahren zu stärkerem Vogelfraß kam, ist ein zusätzliches Vogelrepellent sinnvoll. Für Korit 420 FS ist wieder eine Notfallzulassung beantragt – die Situation aber noch unklar. Aufgrund der mehrjährigen Entwicklung des Drahtwurms muss 2026 wieder mit stärkerem Befall gerechnet werden; besonders bei einer hohen Anbaudichte von Sommerungen ist ein insektizider Schutz empfehlenswert. 2026 steht die Beize Lumiposa in verschiedenen Beizausstattungen zur Verfügung. Zur Befallsminderung können Spintor GR (gute Erfahrungen gegen Bodenschädlinge; Auflagen bei Aussaat beachten!) und Ercole/Karate 0.4 GR eingesetzt werden; die Beizen werden als Granulat beim Legen mit Granulatstreueinrichtung eingesetzt. Zudem steht Force 20 CS/Ibriditrin als Beize zur Verfügung. Als Zusatzbeizen werden vermehrt Biostimulanzien angeboten. Effekte in der Regel sehr schwankend und wenn, meist nur bei ungünstigen Bedingungen von Vorteil. Präparate können zurzeit weder Beizen ersetzen, noch ackerbauliche Fehler beheben. Um eigene Erfahrungen zu sammeln: Mittel auf Teilflächen mit vergleichbarer Variante (identische Sorte ohne Zusatzbeize) anlegen.


Terminhinweis: 

 Sachkundefortbildung: 26.02., 16:30 Uhr, Niederaula – Altes Forsthaus; Anmeldung: 0561 7299333

Kontakt

LLH

Karl-Heinrich Claus

+49 160 90725736

llh.hessen.de