Landwirtschaftliche Hinweise zur aktuellen Situation
Sofern Luft- und Bodentemperaturen ansteigen, ist bei der jetzigen Wasserversorgung mit einem kräftigen Wachstumsschub zu rechnen. Winterraps: Zuflug von Rapsglanzkäfern bei steigenden Temperaturen im Blick haben – Gelbschalen neu positionieren und regelmäßig kontrollieren. Zum Feststellen der Schadschwelle, 15-20 Haupttriebe ausklopfen! Bislang unbehandelte Bestände einkürzen; Mittel und Aufwandmenge an die Bestandsentwicklung anpassen. Ggf. noch Bor zumischen. Wintergetreide: In Gunstlagen erreichen Wi-Gerste und frühe Weizenbestände die Schoßphase; der ideale Zeitpunkt für Wachstumsregler in Wi-Gerste ist das Stadium Einknotenstadium BBCH 31; bei warmem und sonnigem Wetter sind Behandlungen mit Moddus, Medax Top, Prodax etc. möglich. Auch früher Weizen, der das Stadium 31 erreicht, kann bei diesen Bedingungen zeitnah eingekürzt werden. Bestände in der Bestockung können vorab mit einer Teilmenge CCC gefahren werden. Sommergetreide: Der Herbizideinsatz erfolgt idealerweise im 3-4-Blattstadium – meist Blattwirkung! Alternativ zu den gängigen Wirkstoffgruppen bieten sich bei warmer Witterung (ca. 15-20 °C) Wuchsstoffe an. Ungräser treten aufgrund ihrer Biologie im Vergleich zu Winterungen in einer wesentlich geringeren Dichte auf. In So-Gerste und So-Weizen können z. B. Axial 50, Axial komplett und Husar Plus (Windhalm) eingesetzt werden; im So-Weizen steht zudem Broadway Plus gegen Windhalm zur Verfügung. Im Hafer steht kein Herbizid mit Gräserwirkung zur Verfügung; dort müssen Ungräser über Fruchtfolge und mechanische Bearbeitung ausgeschaltet werden.
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