Catcalling


#KeinKompliment!

Der Landkreis nimmt teil an der Kampagne "#KeinKompliment". Ziel ist es, Catcalling, also verbale sexuelle Belästigung, sichtbar zu machen und dafür zu sensibilisieren. Betroffene müssen diese Erlebnisse nicht still ertragen, sondern können ihre Erfahrungen an das Frauen- und Gleichstellungsbüro des Landkreises senden und selbstwirksam ihre Stimme erheben.

Die Catcalls werden anonymisiert zum Aktionstag gegen Catcalling, am 2. Freitag im Juni veröffentlicht – also mit Kreide auf der Straße „angekreidet“.

Du hast Catcalling erlebt? Hier kannst Du es melden – anonym, in nur wenigen Worten. Am Aktionstag machen wir es öffentlich sichtbar.

Zur Meldeformular ↓

Catcalling. Was ist das eigentlich?

Pfeif- oder Kussgeräusche, aufdringliche Blicke, anzügliche Sprüche auf offener Straße: Unter Catcalling werden alle sexuell konnotierten Verhaltensweisen bzw. verschiedene Arten der sexuellen Belästigung ohne Körperkontakt im öffentlichen Raum zusammengefasst.

"Hey Süße, bleib doch mal stehen! Ey, geiler Arsch! Wow, Baby!" 
Hashtag Kein Kompliment

 

Wie Catcalling sich auf Betroffene auswirkt
„Catcalling" richtet sich hauptsächliche gegen jüngere Frauen und queere Personen. Belästigungen auf der Straße wirken sich bei Betroffenen körperlich und emotional aus: Sie berichteten von Symptomen wie Muskelverspannungen, Atembeschwerden, Schwindel und Übelkeit sowie starker Angst, zum Beispiel vor Vergewaltigung oder davor, die eigene Privatsphäre nicht schützen zu können. Catcalling führt dazu, dass Frauen und Mädchen Bereiche im öffentlichen Raum meiden und sich nicht mehr unbefangen in der Öffentlichkeit bewegen.


Betroffenen unterstützen

Hier findest Du verschiedene Möglichkeiten, um Betroffene zu unterstützen: Betroffene unterstützen


Catcalling: ein gesellschaftliches Problem
44 Prozent Frauen und 32 Prozent Männer haben solche sexistischen Angriffe schon erlebt: Das hat eine Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ergeben. Die meist berührungslose, aufgedrängte Sexualität ist es derzeit noch kein eigener Straftatbestand bzw. keine Ordnungswidrigkeit. In Ländern wie Spanien, Portugal und den Niederlanden ist Catcalling bereits strafbar. Mit dem neuen Frauensicherheitspaket will Hessen Straftaten mit dem Hintergrund des sogenannten Catcallings effektiver verfolgen. Die hessische Landesregierung setzt sich dafür ein, dass solche Taten auch angeklagt werden können.


Gleichstellungsbeauftragte gegen Catcalling

Bundesweit sind viele Kommunen und Landkreise an der Aktion beteiligt. Dort werden Meldungen gesammelt und dokumentiert.  Ziel ist es, dass catcalling als Straftatbestand in die Gesetzgebung aufgenommen wird oder zumindest als Ordnungswidrigkeit geahndet wird – wie z.B. in Köln.


Hier deine Erfahrung melden!

Pfeifen, Kussgeräusche, aufdringliche Blicke und anzügliche Sprüche. Dir kommt das bekannt vor? Du musst das nicht still ertragen. Hier kannst Du deine Erfahrungen anonym teilen. Eine Beschreibung der Situation und eine Ortsangabe reichen völlig aus. Gemeinsam brechen wir das Schweigen und holen uns unsere Stimme zurück!

Die gemeldeten Catcalls werden am nationalen Aktionstag gegen Catcalling anonymisiert veröffentlicht.

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