Naturschutz & Gefahrenabwehr

Auf Natur- und Brandschutz achten: Osterfeuer mit Vorsicht entzünden


In vielen Orten gehören Osterfeuer fest zu den Feiertagen. Was für Menschen ein geselliges Miteinander ist, kann für Wildtiere jedoch gefährlich werden. Darauf weist die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Landkreises Hersfeld-Rotenburg hin.

In aufgeschichteten Holz- und Reisighaufen finden zahlreiche Tiere Unterschlupf – darunter Vögel, Amphibien, Reptilien, Insekten und kleine Säugetiere. Gerade im Frühjahr werden solche Haufen auch als Brut- und Nistplätze genutzt. Werden sie angezündet, ohne vorher umgesetzt zu werden, können die Tiere verletzt oder getötet werden.

„Viele Tiere nutzen Reisig- und Holzhaufen über längere Zeit als geschützten Lebensraum. Wird das Material kurz vor dem Abbrennen nicht umgesetzt, besteht die Gefahr, dass sich noch Tiere darin befinden“, erklärt Martina Schäfer, Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde.

Um dies zu vermeiden, sollte das Brennmaterial möglichst erst am Tag des Osterfeuers aufgeschichtet werden. Bereits länger liegende Haufen sollten vorsichtig umgeschichtet werden, damit Tiere fliehen können. Verantwortlich dafür sind die Veranstalterinnen und Veranstalter sowie die jeweiligen Kommunen.

Im Idealfall können Totholzhaufen auch ganz in der Natur verbleiben, da sie wertvolle Lebensräume darstellen. Wird ein Umschichten notwendig, empfiehlt es sich, dies auf befestigten Flächen vorzunehmen. So werden empfindliche Bereiche wie Wiesen oder geschützte Biotope geschont. Zudem ist ein ausreichender Abstand von mindestens 50 Metern zu Bäumen, Hecken und Sträuchern einzuhalten. Ungeeignete Materialien wie behandeltes Holz, Abfälle oder Kunststoffe dürfen keinesfalls verbrannt werden.

Auch Brandschutz beachten

Neben dem Schutz der Tierwelt spielt auch der Brandschutz bei den Osterfeuern eine wichtige Rolle. 

„Offene Feuer sollten stets so angelegt werden, dass keine Gefahr für Menschen, Gebäude oder die Umgebung entsteht“, betont Kreisbrandinspektor Marco Kauffunger. 

Feuerstellen sollten jederzeit beaufsichtigt und ausreichend Löschmittel bereitgehalten werden. Nach dem Abbrennen ist sicherzustellen, dass die Glut vollständig erloschen ist.

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