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Gesetz zum Grünen Band weist Defizite aus
Das Gesetz zum Grünen Band wurde nunmehr im Hessischen Landtag verabschiedet. Das nationale Naturmonument verläuft entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Die Bedeutung und Wichtigkeit des Grünen Bandes in der Region und ganz Deutschland ist elementar. Gerade deshalb wäre es wichtig gewesen, die Verbesserungsvorschläge der kommunalen Seite aufzugreifen.
Landrat Torsten Warnecke hatte die Vorschläge zur Gesetzesanhörung im Ausschuss für Landwirtschaft und Umwelt in Wiesbaden am 23. April kundtun können: „Umso bedauerlicher, dass der Gesetzentwurf im Landtag nicht mit Verbesserungsvorschlägen versehen wurde. Insbesondere wahrscheinlicher erhöhter Personal- und Sachaufwand wird nicht ausgeglichen. Auch die seitens der vorherigen CDU-geführten Landesregierung zugesagten beiden Personalstellen für das Grüne Band werden wohl nicht kommen. Es bleibt pro Landkreis bei einer. Die ungeregelten Zuständigkeiten für natur- und artenschutzrechtliche Genehmigungsverfahren ist ein weiteres Problem. Ein besonderer Schutz für Naturdenkmäler ist nicht vorgesehen.“
„Besonders irritierend ist das Drei-Zonen-Konzept: Der Landkreis hatte gefordert, die Komplexität der drei sich ständig und auf kleinstem Raum wechselnden Zonen (Schutzzone, Entwicklungszone, Förderzone) zu vermindern – auch dies wurde nicht berücksichtigt. Positiv zu bewerten ist grundsätzlich, dass das Land Hessen das Grüne Band nicht ad acta gelegt hat. Zudem ist es wichtig, dass die Bevölkerung stärker eingebunden werden soll. Das muss dann aber auch landesseitig passieren“, bilanziert Warnecke abschließend.
Zum Hintergrund
Das Grüne Band ist das erste gesamtdeutsche Naturschutzprojekt. Der Geländestreifen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze führt von der Ostsee bis zum Dreiländereck bei Hof und ist insgesamt 1.393 Kilometer lang und zwischen 50 bis 200 Meter breit. Neben der geschichtlichen Bedeutung hat das Grüne Band diverse positive Aspekte. Es dient unter anderem zum Schutz und der nachhaltigen Entwicklung von Biotopen und Artenvorkommen, unter anderem durch die Vernetzung. Zudem schafft es eine Verbindung zwischen Naturschutz und Tourismus.


