
gesundheit
Vapen besonders bei jungen Menschen gefragt: Gefahren werden ignoriert
Nach 2024 und 2025 gibt es in diesem Jahr inzwischen zum dritten Mal die Aktion „Rauchfrei im Mai“. Diese Initiative soll Menschen dazu animieren, dass sie in diesem Monat auf Zigaretten oder andere Tabakprodukte verzichten. Während dieses Aktionsmonats wird besonders deutlich, dass das „Vapen“ derzeit in der jungen Generation besonders beliebt ist. Sowohl das Jugendamt als auch das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung warnen allerdings vor diesem Trend.
„Das ‚Vapen‘ wird besonders bei Jugendlichen immer beliebter. Mit fruchtigen und süßen Geschmacksrichtungen ist der Einstieg für viele besonders schnell und einfach. Dabei sind sich viele nicht über die Gefahren bewusst. Hier muss mehr getan werden. Der Tabakkonsum in diesem jungen Alter birgt viele Risiken und ist nicht gesund“, erklärt Habibollah Zawarehi, Leiter des Gesundheitsamts in der Kreisverwaltung.
Jens Mikat von der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz im Jugendamt des Landkreises ist das Problem ebenfalls bekannt: „Ein ganz wichtiger Faktor bei diesem Thema ist die Information und Aufklärung. Junge Menschen haben viele Vorbilder vor allem im Internet und dort wird das Vapen oft als harmlos dargestellt. Die gesundheitlichen Gefahren darf man jedoch besonders für Heranwachsende nicht unterschätzen.“
Was ist Vapen eigentlich?
Beim sogenannten „Vapen“ wird von einer Batterie eine Flüssigkeit (Liquid) erhitzt, wodurch ein Dampf entsteht. Dieser Dampf wird dann inhaliert. In den Flüssigkeiten sind oftmals auch Nikotin enthalten. Durch das Vapen können die Chemikalien sowie der Dampf die Atemwege reizen und Schädigungen am Herz-Kreislauf-Zentrum oder der Lunge hervorrufen.
Bei jungen Menschen kann zudem durch Nikotinkonsum die Gehirnentwicklung beeinträchtigt werden. Außerdem enthalten viele Liquids chemische Stoffe, deren langfristige gesundheitlichen Auswirkungen noch nicht abschließend erforscht sind.


