Ährenfusarium im Winterweizen
Die meisten Weizenbestände befinden sich in den Stadien EC 37-55 (Erscheinen Fahnenblatt bis Mitte Ährenschieben). Sortenbedingt tritt vereinzelt Braunrost auf; diesen zeitnah, z.B. mit folgenden Kombiprodukten, ausschalten: Univoq, Reytrex+Comet, AscraXpro, ElatusEra, Avastel-Pack, Jordi, Delaro Forte. Kommen nur Azole zum Einsatz, hat dies eine rel. kurze Wirkungsdauer (ca. 15 Tage) zur Folge. Wird die Maßnahme als Einmalbehandlung zu Beginn des Ährenschiebens gefahren, werden spätere Pilzinfektionen nicht mehr gesichert verhindert. Durch die Zugabe von Azbany/Amistar wird die Wirkungsdauer verbessert. Frühe Sorten beginnen abhängig vom Standort und vom Aussaatzeitpunkt mit der Blüte; sie dauert i.d.R. 3 bis 7 Tage. Während der Blüte besteht grundsätzlich ein erhöhtes Infektionsrisiko mit toxinbildenden Fusariosen, sofern Niederschläge (Gewitter) in Verbindung mit einer feucht-warmen Witterung auftreten. Problematisch sind unverrottete Stroh- o. Stoppelreste von Mais im Weizen u. Triticale, vorrangig bei Mulchsaaten. Anfälligkeit der Sorte berücksichtigen! Eine Blütenbehandlung mit wirksamen Fungiziden kann den Befall mit Ährenfusarium und den Toxingehalt des Erntegutes positiv beeinflussen, aber nicht garantiert ausschalten! Empfohlen werden u.a.: Prosaro, Navura, Magnello, Proline, Soleil.
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