Landwirtschaftliche Hinweise zum Raps
In den auflaufenden Raps Gelbschalen aufstellen: Schalen mindestens 20 m vom Schlagrand entfernt platzieren; vorrangig an der Schlagseite aufstellen, die Altrapsflächen am nächsten ist, sowie in deren Hauptwindrichtung liegt. Regelmäßig, mind. 2 x wöchentlich, kontrollieren: Schadschwellen: > 10 % Lochfraß an Blättern zwischen BBCH 10 – 14 bzw. 50-75 Käfer pro Gelbschale innerhalb von 3 Wochen ab 4-Blattstadium. Nach Ernte der Vorfrucht sind kaum Ungräser und Ausfallgetreide aufgelaufen: um den Konkurrenzdruck um Nährstoffe u. Wasser für den Raps so gering wie möglich zu halten, ab dem 2.-3. Blatt von Ausfallgetreide u. Ungräsern, diese mit blattaktiven Mitteln ausschalten. Bei bekannter Resistenz von Ungräsern gegen Wirkstoffklasse A/1/DIM (z.B. Axial, Agil, Fusilade), Select oder Focus aktiv Pack aus der Wirkstoffklasse A/1/FOP vorziehen. Schnecken kontrollieren: Trotz der langen Trockenphase Schnecken nach den Niederschlägen nicht aus dem Blick verlieren; die Schädlinge haben sich unter den trockenen Bedingungen in den feuchten Unterboden (Regenwurmgänge etc.) zurückgezogen! Nach den Niederschlägen werden sie in kürzester Zeit aktiv, und sind in der Lage eine große Population aufzubauen. Deshalb nach der Rapssaat die bekannten Kontrollmaßnahmen durchführen: Schneckenkorn unter Schneckenfolien, feuchten Jutesäcken etc. auslegen; dies an von Schnecken bevorzugten Stellen (Bereiche mit vielen Ernteresten, tonige Bereiche, schattige Randbereiche). Für Schadsymptome auch Ausfallraps u. -getreide im Blick behalten!
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