Naturschutzmaßnahmen in Natura 2000-Gebieten im Landkreis 


Natura 2000 ist das weltgrößte Netz von Schutzgebieten zum Erhalt gefährdeter Arten und ihre Lebensräume und erstreckt sich über die gesamte EU. Auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es mehrere Natura 2000-Gebiete, bestehend aus FFH (Flora-Fauna-Habitat)-Gebieten und Vogelschutzgebieten. Rund 12% der Landkreisfläche werden von ihnen bedeckt, dazu gehören naturnahe Wälder, Offenlandflächen und Gewässer, in denen zahlreiche geschützte Arten leben.

In den Natura 2000-Gebieten sollen gezielt Maßnahmen umgesetzt werden, die den Arterhalt und die Artenvielfalt fördern. Solche Maßnahmen werden u.a. vom Landschaftspflegeverband Hersfeld-Rotenburg e.V. geplant. Viele der Maßnahmen beinhalten Gehölzentnahmen und dürfen gesetzlich erst ab Oktober durchgeführt werden, daher wird in den kommenden Wochen viel passieren: Im Vogelschutzgebiet Knüll stehen rund um den Eisenberg Brutvögel wie der Neuntöter und der Raubwürger im Fokus: Hecken werden durch naturschutzgerechtes, abschnittsweises „auf den Stock setzen“ verjüngt. Zudem werden neue Hecke gepflanzt, um die Strukturvielfalt zu erhöhen. Im FFH-Gebiet Kalkmagerrasen zwischen Morschen und Sontra, werden verbuschte Magerrasen wieder freigestellt und in die Schafs- & Ziegenbeweidung überführt. Die Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft sind in diesen Bereichen besonders wichtig – denn Kulturlandschaftspflege kann nur gemeinsam gelingen. Für Landwirte ist es zudem fördertechnisch interessant, ob Flächen im Natura 2000-Gebiet liegen, denn über die ÖR 7 („Schutzzielorientierte Bewirtschaftung von Natura 2000-Gebiete“) können hier 40€/ha zusätzliche Förderung beantragt werden.


LPV Hersfeld-Rotenburg e. V.

Zarah Greiner

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