politik & gesellschaft

Demokratiekonferenz erfreut sich großer Resonanz


Knapp 80 Personen waren der Einladung zur Demokratiekonferenz kürzlich in der Bad Hersfelder Stadthalle gefolgt. Die Veranstaltung der „Partnerschaft für Demokratie“ und des Landkreises Hersfeld-Rotenburg gab dabei wichtige Impulse zur aktuellen Stärkung der demokratischen Kultur im Landkreis und legt mit einer erstmals vorgestellten Situations- und Ressourcenanalyse eine konkrete Grundlage für die weitere Arbeit vor Ort.

In Vertretung des Ersten Kreisbeigeordneten Dirk Noll erklärte Kreisausschuss-Mitglied Barbara Eckhardt in ihrem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung: „Unsere Demokratie darf nicht als selbstverständlich angesehen werden. Es ist wichtig, Signale zu setzen und es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Diese Konferenz ist eine Chance, miteinander ins Gespräch zu kommen.“

Die mehrstündige Veranstaltung sollte alle Beteiligten zum Netzwerken und Diskutieren einladen. Scheerin Alou von der Partnerschaft für Demokratie: „Wir sind sehr glücklich und positiv überrascht, welch große Resonanz die Veranstaltung erhalten hat. Gerade der Austausch zwischen verschiedenen Akteurinnen und Akteuren aus der Region ist von einer großen Bedeutung und soll nachhaltig wichtige Impulse setzen.“

Nach den einführenden Worten erklärte Scheerin Alou, dass im vergangenen Jahr eine Situations- und Ressourcenanalyse rund um demokratiefeindliche Tendenzen und um Teilhabechancen, insbesondere marginalisierterer Gruppen im Landkreis in Auftrag gegeben wurde. Dr. Sarah Riese und Sarah Vollmer von der Camino Werkstatt für Fortbildung, Praxisbegleitung und Forschung im sozialen Bereich aus Berlin gaben einen Überblick über die aktuelle Lage und Trends im Bereich Demokratiefeindlichkeit und Extremismusprävention.

Inhaltlich wurden dabei verschiedene Parameter, wie die Vereinsstruktur oder die Unterschiede zwischen den Städten und ländlichen Gemeinden herausgearbeitet. Allgemein zeige sich eine Entwicklung in Richtung Politikverdrossenheit und eine wachsende Distanz zu demokratischen Institutionen. Die Beteiligten verdeutlichten in den Gesprächen, dass dieser Entwicklung aktiv gegengesteuert werden müsse, bevor gesellschaftliche Spaltung zementiert werde.

Dies wurde auch während des Podiumsgesprächs „Demokratie unter Druck! Erkenntnisse. Herausforderungen. Unterstützungsangebote.“ deutlich. Auf dem Podium vertreten waren Gäste aus der Wissenschaft, aus der Beratung, aus der Extremismusprävention, aus dem Kontext Schule und aus der Zivilgesellschaft. Diese tauschten sich über ihre Erfahrungen aus und konnte die Analyseergebnisse mit praktischen Beispielen untermauern.

Zum Ende der Veranstaltung bestand für die Teilnehmenden die Möglichkeit, in Kurzworkshops konkrete Handlungsansätze – von der Arbeit mit Jugendlichen über den Umgang mit Desinformation bis hin zur kommunalen Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteure kennenzulernen.

Zum Projekt „Partnerschaft für Demokratie“

Die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Hersfeld-Rotenburg wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert. Das federführende Amt ist in der Kreisverwaltung angesiedelt. Der Landkreis trägt die Verantwortung für die Umsetzung vor Ort. Die Koordinierungs- und Fachstelle liegt bei der Stiftung Adam von Trott Imshausen. Sie setzt die Partnerschaft für Demokratie inhaltlich um.

Die Partnerschaft für Demokratie fördert Angebote zur Demokratieförderung und Extremismusprävention, setzt eigene Projekt in dem Themenbereich um und initiiert eine landkreisweite Vernetzung zwischen Akteuren der Zivilgesellschaft, Institutionen sowie Unternehmen.

 

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Pressekontakt

Pressesprecher Kevin Kunze

+49 6621 87-9106


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