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Zum Weltnichtrauchertag: Peter Artelt aus dem Gesundheitsamt genießt das Leben als Nichtraucher


„Ich habe viele Jahrzehnte selbst geraucht, deshalb verbiete ich keinem Menschen eine Zigarette. Dennoch versuche ich die Personen zu überzeugen, welche Vorteile ohne das Rauchen einhergehen“, erklärt Peter Artelt, Arzt im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung. Im Aktionsmonat „Rauchfrei im Mai“ und zum jährlichen Weltnichtrauchertag am 31. Mai soll den Bürgerinnen und Bürgern nahegelegt werden, ihr rauch- und nikotinfreies Leben zu starten. Auch der Landkreis Hersfeld-Rotenburg begrüßt die Aktion und weist gleichzeitig auf die vielfältigen Risiken des Rauchens hin.

Seit dem 15. Lebensjahr hat Peter Artelt geraucht: „Ich habe bei beruflichem Stress oder bei besonderen Anlässen geraucht. Immer wieder habe ich auch aufgehört. Seit knapp zwei Jahren habe ich keine Zigarette mehr angerührt und das ist ein deutlicher Zugewinn an Lebensqualität“, fährt Artelt fort.

„Zwar raucht die junge Generation gefühlt weniger klassische Zigaretten, dafür gibt es nicht minder gefährliche Alternativen. E-Zigaretten oder Ähnliches mit den fruchtigen Geschmacksrichtungen sind sehr beliebt. Hier muss noch mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden“, ergänzt der Arzt aus dem Gesundheitsamt. Noch schlimmer ist für den langjährigen Mediziner das Rauchen im unmittelbaren Umfeld von Kindern, was für ihn stets ein absolutes No-Go war: „Einerseits ist man kein gutes Vorbild und andererseits rauchen die Kinder passiv mit, was ebenfalls gesundheitsschädlich sein kann.“

„Viele Menschen sind süchtig nach Zigaretten – von dieser Sucht loszukommen, ist alles andere als einfach. Bei mir war das glücklicherweise nicht so. Mir ist grundsätzlich nie schwergefallen, temporär mit dem Rauchen aufzuhören“, führt Artelt weiter aus. „Ich verurteile niemanden, der eine Zigarette raucht, allerdings weise ich darauf hin, dass die Warnhinweise auf den Verpackungen nicht ohne Grund dort stehen“, erklärt Peter Artelt abschließend.

Zum Hintergrund

Jährlich am 31. Mai wird der Weltnichtrauchertag begangen. Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 1987 ins Leben gerufene Aktionstag verfolgt das Ziel, auf die gesundheitlichen Risiken des Rauchens aufmerksam zu machen und Menschen dazu zu ermutigen, mit dem Rauchen aufzuhören.

Neben klassischen Zigaretten gewinnen auch andere Nikotinprodukte an Bedeutung. Dazu gehörten vor allem E-Zigaretten und Tabakerhitzer. Besonders unter jungen Erwachsenen werden diese Produkte vergleichsweise häufig genutzt. Derzeit nutzen drei Prozent der Menschen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren hierzulande E-Zigaretten und knapp ein Prozent Tabakerhitzer.

Die Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA) ermittelte für den Zeitraum 2002-2023 folgende Daten zum Rauchverhalten: 28,8 Prozent der Erwachsenen rauchten täglich oder gelegentlich. Mit 32,7 Prozent rauchten deutlich mehr Männer als Frauen (24,8 Prozent). Bei den 18- bis 29-Jährigen ist der Anteil der Rauchenden am größten (35,4 Prozent). Mit zunehmendem Alter sinken die Anteile der Rauchenden, in der Altersgruppe 65+ Jahre liegt der Anteil bei 16 Prozent. Insgesamt ist der Anteil aktuell Rauchender in der Bevölkerung im Zeitraum 2003 bis 2023 von 32,1 Prozent auf 28,8 Prozent zurückgegangen. Im Jahr 2025 lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei 795 Zigaretten und Zigarren im Jahr. Insgesamt wurden rund 66 Milliarden Zigaretten in Deutschland versteuert.

 

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