
Frauen & Gleichstellung
25 Jahre Runder Tisch gegen häusliche Gewalt im Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Kürzlich hat das Frauen- und Gleichstellungsbürogemeinsam mit rund 50 Partnerinnen und Partnern das 25-jährige Jubiläum des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt des Landkreises Hersfeld-Rotenburg gefeiert. Beim 77. Netzwerktreffen blickte das Gremium gemeinsam auf die Arbeit der vergangenen 25 Jahre zurück. Das Netzwerk war im Mai 2001 auf Initiative der damaligen Frauenbeauftragten Andrea Fink-Jacob und des Vereins „Frauen helfen Frauen“ erstmals zusammengekommen. Damals waren 26 Akteurinnen und Akteure unter anderem aus Justiz, Polizei, Verwaltung und Zivilgesellschaft beteiligt. 2021 wurde das Netzwerk mit dem Runden Tisch gegensexualisierte Gewalt zusammengelegt.
Der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll hielt als zuständiger Dezernent zu Beginn ein Grußwort: „Auch nach 25 Jahren ist der Runde Tisch weiterhin ein wichtiges Instrument für Austausch, Fortbildung und gemeinschaftliches Handeln im Landkreis. Die Themen, die aktuell behandelt werden, zeigen, wie wichtig ein solches Netzwerk auch nach 25 Jahren weiterhin ist.“
Neben dem neuen Gewalthilfegesetz hat auch die LeSuBiA-Studie, eine geschlechterübergreifende Bevölkerungsbefragung zur Gewaltbetroffenheit in Deutschland, Platz am Runden Tisch.
„An erster Stelle stehen jedoch nach wie vor die abgestimmte und zielgerichtete Hilfestellung für Betroffene. Heute arbeiten durchschnittlich 35 Akteurinnen und Akteure aus Polizei, Justiz, Opferschutz und Opferhilfe, Kirche, Schule, diversen Fachbereichen der Kreisverwaltung, zivilgesellschaftlichen Organisationen und vielem mehr aktiv an den Zusammenkünften unseres Gremiums mit“, erklärt Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Corinna Zehender.
Das Frauen- und Gleichstellungsbüro hat zum Jubiläum neben Vertreterinnen der Landes- und Kommunalpolitik auch Roland Hertel vom Interventionszentrum Südpfalz eingeladen. Erstellte die in Europa einmalige Einrichtung vor und betonte darüber hinaus die Wichtigkeit einer effizienten Kooperation von Staat und Hilfesystem in Risikofällen. Nach dem engagierten Vortrag waren sich die Anwesenden aus Politik und Netzwerk einig, dass die Netzwerkarbeit des Runden Tisches auch nach 25 Jahren nichts an Wichtigkeit verloren habe, um häusliche Gewalt zu bekämpfen.


