
Bildung
Zwölf Teilnehmende haben Fortbildungsreihe „Kinder (neu) verstehen“ erfolgreich abgeschlossen
Mit der Übergabe der Teilnahmezertifikate ist jetzt die sechsteilige Fortbildungsreihe „Kinder (neu) verstehen – was sie prägt, was wir sehen, was wir fördern“ erfolgreich zu Ende gegangen. Insgesamt zwölf pädagogische Fachkräfte nahmen an der intensiven Qualifizierung teil, acht von ihnen waren bei der Abschlussveranstaltung anwesend. Die Fortbildungsreihe startete bereits im Oktober des vergangenen Jahres und wurde in Kooperation zwischen der Volkshochschule Hersfeld-Rotenburg (vhs) sowie dem Projekt Präventionsketten des Jugendamts organisiert. Die Fortbildung wurde von Diplom-Sozialpädagogin Tanja Krack geleitet. Ziel des Angebots war es, pädagogische Fachkräfte dabei zu unterstützen, Kinder mit verschiedenen Lebensvoraussetzungen besser zu verstehen und gezielt zu fördern.
Im Verlauf der Fortbildungsreihe trafen sich die Teilnehmenden von Oktober bis April insgesamt sechsmal jeweils zweieinhalb Stunden. In dieser Zeit setzten sie sich intensiv mit Themen wie Habitus (durch Herkunft geprägte Denk- und Handlungsweise), Sozioanalyse und symbolischer Gewalt auseinander. Neben theoretischen Grundlagen standen vor allem praktische Übungen und die gemeinsame Reflexion von Fallbeispielen aus dem pädagogischen Alltag im Mittelpunkt.
„Bildungsgerechtigkeit beginnt bei der Haltung der Fachkräfte. Mit dieser Fortbildungsreihe haben wir pädagogische Fachkräfte dabei unterstützt, ihren eigenen Blick zu reflektieren und Kinder in ihrer Vielfalt noch besser wahrzunehmen“, betont Fabian Göbel, Leiter der vhs.
Die monatlichen Treffen ermöglichten es den Teilnehmenden, die Inhalte zwischen den Terminen im Arbeitsalltag zu erproben und eigene Erfahrungen in die folgenden Module einzubringen. Besonders der Austausch zwischen Fachkräften aus verschiedenen Einrichtungen trug dazu bei, neue Perspektiven zu gewinnen und voneinander zu lernen.
Die Fortbildungsreihe ist Teil der Maßnahmen im Rahmen des Projekts Präventionsketten des Jugendamts. Ziel des Projekts ist es, Kinder und Familien frühzeitig zu unterstützen und gleiche Entwicklungschancen zu fördern.
„Wenn pädagogische Fachkräfte ihre eigenen Wahrnehmungsmuster reflektieren, wirkt sich das unmittelbar auf den Umgang mit Kindern aus. Genau hier setzen wir mit den Präventionsketten an: Wir stärken Fachkräfte, damit Kinder unabhängig von ihren Startbedingungen bestmöglich begleitet werden können“, erklärt Mareike Zielke, Projektkoordinatorin im Projekt Präventionsketten.
Zum Abschluss der Fortbildungsreihe erhielten die Teilnehmenden ihre Teilnahmezertifikate. Als symbolisches Element überreichte Referentin Tanja Krack zudem eine sogenannte „Habitus-Brille“, die sinnbildlich für den geschärften Blick auf unterschiedliche Lebenslagen und individuelle Voraussetzungen von Kindern steht.


