Kreisverwaltung führt Termin-Regelung wieder ein - Landrat Koch mit dringendem Appell: "Bitte verzichten Sie auf unnötige Kontakte"

Deutlich zugespitzt hat sich in den vergangenen Tagen die Corona-Lage im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Nachdem das Gesundheitsamt innerhalb der vergangenen sieben Tage nunmehr 51 Neuinfektionen gemeldet hat, liegt der Landkreis mit einer Inzidenz von 42,2 (pro 100.000 Einwohner) im orangenen Bereich der „Corona-Ampel“ des Landes Hessen. Eine Entspannung der Situation ist nicht absehbar. Landrat Dr. Michael Koch hat deshalb nach der Zusammenkunft des Verwaltungsstabs am Freitag neue Maßnahmen für die Kreisverwaltung festgelegt.

„Unsere oberste Priorität bleibt, alle Schulen im Landkreis offen zu halten. Eine Schließung, auch von Geschäften und Betrieben, müssen wir mit größtmöglicher Anstrengung verhindern. Dazu gehört, dass alle Bürgerinnen und Bürger an einem Strang ziehen. Es kann nicht sein, dass das Fehlverhalten Einzelner das umsichtige Verhalten des Großteils der Bevölkerung zunichtemacht. Die Regeln funktionieren nur, wenn sich alle daran halten“, teilt Koch mit. 

Termine in Kreisverwaltung und Kfz-Zulassung nur nach telefonischer Vereinbarung

Ab Montag, den 26. Oktober 2020 ist die Kreisverwaltung für den Publikumsverkehr generell wieder geschlossen. Termine müssen vorher telefonisch vereinbart werden. Ein Telefonverzeichnis aller Mitarbeitenden findet sich unter www.hef-rof.de/landratsamt/telefonverzeichnis. Die Regelung zur Terminvergabe gilt auch für alle Außenstellen des Amts, zum Beispiel die Kfz-Zulassungsstelle in Bad Hersfeld und das Medienzentrum in Rotenburg. Um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten, tragen die Mitarbeitenden der Kreisverwaltung ab Montag einen Mund-Nasen-Schutz in allen offen zugänglichen Bereichen des Amts. Ausnahmen gelten am Arbeitsplatz und während Aufenthalten in der Kantine. 

 

SchildLRA Herbst SonneFür Termine im Landratsamt brauchen Kundinnen und Kunden ab Montag, 26. Oktober, einen telefonisch vereinbarten Termin. Foto: Archiv


„Déjà-vu zum Frühjahr 2020“

Koch weiter: „Es fühlt sich an wie ein Déjà-vu zum Frühjahr 2020. Kontaktbeschränkungen, weitere Regeln für unseren Alltag, unsere Turnhallen und Schulen – all das droht wieder auf uns zuzukommen.“ Jede und jeder Einzelne müsse nun dringend überdenken, ob die Teilnahme an größeren Veranstaltungen aktuell wirklich nötig sei. Das schließe private Feiern, Freizeit- und Sportveranstaltungen, Lehrgänge sowie Menschenansammlungen jeder Art mit ein. 

Doch der Landrat macht auch Mut: „In den vergangenen acht Monaten haben wir viel über das Coronavirus gelernt und wissen, damit umzugehen. Die Mitarbeitenden in den Fachdiensten Gesundheit und Gefahrenabwehr, alle, die sie unterstützen sowie die Bediensteten in unseren Krankenhäusern, den Alten- und Pflegeeinrichtungen machen einen großartigen Job. Unsere Erfahrung gibt uns die Möglichkeit, schneller und schlagkräftiger zu reagieren. Zudem ist die Versorgung mit Schutzmaterial und Desinfektionsmitteln deutlich entspannter. Ich bin zuversichtlich, dass wir die derzeitige Situation durch ein strukturiertes Vorgehen weiter beherrschen können.“