"Wir bereiten uns vor" - Mobile Impfteams sollen niedergelassene Ärzte im Kampf gegen das Corona-Virus unterstützen

Hersfeld-Rotenburg, 12. November 2021 – Ab Dezember soll es im Landkreis Hersfeld-Rotenburg zusätzliche Impfangebote geben. Darauf haben sich der stellvertretende Sprecher der Hausärzte Dr. Thomas Lepper, der in Bad Hersfeld niedergelassene Arzt Dr. Sebastian Auel sowie Landrat Torsten Warnecke, Vertreter der Fachdienste Gesundheit und Gefahrenabwehr in einem Gespräch am Donnerstagnachmittag verständigt.

„Wir planen, ab Dezember mobile Impfteams durch den Landkreis zu schicken, um den Bürgerinnen und Bürgern zusätzliche und vor allem niedrigschwellige Impfangebote zu machen. Damit wollen wir vor allem die Hausarztpraxen im Kreisgebiet bei ihrer Impftätigkeit unterstützen“, sagt Landrat Warnecke. Aufgabe wird auch sein, die hervorragende Impfquote von gut 73 Prozent im Landkreis deutlich zu erhöhen.

Gleichzeitig dankt er allen, die für diese Quote unermüdlich gearbeitet haben, so dem ehemaligen Impfzentrum Rotenburg sowie den Ärztinnen und Ärzten, die engagiert Impfungen anbieten, insbesondere den Hausärzten. „Da wir davon ausgehen, dass die Impfnachfrage im Dezember sprunghaft ansteigen wird, bereiten wir uns jetzt vor und planen zusätzliche Angebote“, so Warnecke. Mehr Informationen zu den geplanten Impfangeboten werden in der kommenden Woche folgen, heißt es in der Pressemitteilung des Landkreises.                                                                      

Angesichts der steigenden Infektionszahlen sei eine wachsende Nachfrage nach Erstimpfungen zu erwarten, auch das Interesse der Bevölkerung an Auffrischungsimpfungen wachse, betonen die Gesundheitsexperten und begrüßen damit die Entscheidung des Landkreises, zusätzliche Impfangebote zu schaffen. Sowohl das Gesundheitsamt als auch die Hausärzte raten dringend allen bisher ungeimpften Personen zur Impfung. Auch alle Personen, die laut STIKO-Empfehlung für die Auffrischungsimpfungen infrage kommen, sollten sich „boostern“ lassen, so die Gesundheitsexperten. „Wir arbeiten derzeit daran, allen Patientinnen und Patienten rechtzeitig ein Auffrisch-Angebot zu ermöglichen und zu unterbreiten“, informiert Dr. Auel und bittet die Bürgerinnen und Bürger, auf voreilige und zu frühe Anfragen für Booster-Impfungen abzusehen, denn „das würde zur Überlastung der Versorgungssituation führen.“

Hinweis: Für wen kommen die Booster-Impfungen infrage?

Voraussetzung für eine Auffrischungsimpfung ist, dass die abgeschlossene Impfserie mindestens sechs Monate zurückliegt. Derzeit empfiehlt die STIKO die Auffrischungsimpfung für Personen ab 70 Jahren, Bewohnende von Pflegeeinrichtungen sowie für Pflegepersonal, Personal in medizinischen Einrichtungen mit unmittelbarem Patientenkontakt und auch für Personen mit Immundefizienz. Für Personen, die einmal mit Johnson & Johnson geimpft wurden, wird zum jetzigen Zeitpunkt eine Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff bereits nach vier Wochen nach der Johnson & Johnson-Impfung explizit empfohlen.